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40. Todestag: Romy Schneiders Mut im Kampf gegen ewige Klischees

Kaiserin, Femme fatale, tragische Liebende – nicht nur das war Romy Schneider. Daran erinnert ein Buch und ein Film zum 40. Todestag der Ikone.

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Blick ins Ungewisse: Melancholie war auch eine Facette der Schauspielerin Romy Schneider.
© United Archives / kpa / Grimm

Von Andrea Wieser

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Im Film kann ich alles, im Leben nichts.“ So wird Romy Schneider gerne zitiert. In diesem Satz steckt der ganze Schmerz ihres Lebens, das schon mit 43 Jahren ein Ende fand. „Romy Schneider aber nur als tragische Figur zu beschreiben, greift zu kurz“, meint der Theaterwissenschafter Günter Krenn. Die letzten Jahre seien zwar ohne Zweifel furchtbar gewesen – 1981 stirbt ihr einziger Sohn, sie selbst kurz darauf im Alter von 43 Jahren vermutlich an den Folgen von Alkohol- und Tablettenkonsum –, aber ihr Leben sei weitaus glücklicher gewesen als angenommen. „Romy Schneider war ein durchaus optimistischer Mensch. Und zudem sehr couragiert.“ Das zeige sich für Krenn schon sehr früh.

Romy Schneider ist fast noch ein Kind, als sie ihre Rollenauswahl selbst bestimmen will. Die Rede ist von den Sissi-Filmen, schreibt Krenn in seinem Buch „Romy spielt sich frei“ (Molden Verlag). 1955 spielt die erst 16-Jährige die Kaiserin als Kindfrau an der Seite von Karl-Heinz Böhm, mit gewaltigem Erfolg. Mit dabei auch Magda Schneider, im Film und im Leben ihre Mutter. Biografen stellen ihr posthum kein gutes Zeugnis aus. Sie habe die Tochter als Turbo für die eigene, schwächelnde Karriere benutzt. Eine Rechnung, die auf Dauer nicht aufgeht.


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