PLUS

TT-Leitartikel zum Wacker-Desaster: Sierra Madre war einmal

Hochmut kommt vor dem Fall – und der ist beim FC Wacker Innsbruck und dessen Umfeld einer ins Bodenlose. Der Traditionsverein verbrannte zuletzt mehr Geld als Leuchtkerzen und muss eine neue Zeitrechnung akzeptieren.

Der Aufschrei hielt sich gestern in Grenzen, als der Vorstand des FC Wacker Innsbruck den Insolvenzantrag einreichte. 3 Millionen Euro Außenstände, das ließ sich trotz der nahezu täglich versprochenen Investorengelder nicht mehr rechtfertigen.

Zu viel hatten jene, die sich in den vergangenen Jahren jeden Ausrutscher des Vereins zu Herzen genommen haben, bereits mitgemacht. Und irgendwann bleibt nach Wut, Enttäuschung und Kopfschütteln nur noch die Leere. Lange Zeit hatte man beim FC Wacker mit einem Teleskop in die Ferne geblickt, um nach einer glorreichen Zukunft Ausschau zu halten. Dabei hätte man sich besser mit einer Lesebrille den Hausaufgaben gewidmet.