REXEL-CEO: Energieeffiziente Maßnahmen immer noch unterschätzt
Wien – Die Energiepreise liegen derzeit auf Rekordniveau. Das Erstaunliche dabei: Es wird immer noch unterschätzt, wie viel Energie und damit Kosten durch energieeffiziente Maßnahmen tatsächlich eingespart werden können, meint Robert Pfarrwaller, CEO des Elektrogroßhändlers REXEL Austria.
Auch wenn es nach zwei Jahren Pandemie – gerade für den KMU-Bereich – nicht einfach sei, so gebe es dazu keine Alternative, denn steigende Energiepreise setzen Betriebe nicht nur kostentechnisch unter Druck, sondern gefährden auch die Wettbewerbsfähigkeit. Das Argument, dass es aktuell – gerade für den KMU-Bereich – schwierig sei, Geld für Investitionen von den Banken zu bekommen, lässt Pfarrwaller so nicht gelten. „Auf Basis der gestiegenen Energiekosten rechnen sich Investitionen in Energieeffizienz deutlich früher und sind damit auch interessant“, betont der Experte. Die Unternehmen sollen sich über die möglichen Landes- oder Bundesförderungen informieren, hier könne die Wirtschaftskammer helfen und bei Notwendigkeit auch die Finanzierungsgespräche mit den Banken führen.
Die größten Hebel zur effizienteren Nutzung von Energie sieht Pfarrwaller in der Modernisierung und Digitalisierung von Gebäuden. Studien würden belegen, dass die Digitalisierung fast ein Drittel zur Erreichung der Klimaziele im Gebäudesektor beitragen kann. Ein weiterer Schritt sei eine CO2-freie Energieerzeugung. Durch die Substitution fossiler Energieträger könne fast die Hälfte der bis 2030 notwendigen CO2-Reduktionsmengen erreicht werden, so Pfarrwaller. Viele Firmen würden jetzt schon versuchen, ein autarkes Energiesystem zu schaffen – bestenfalls aus rein erneuerbaren Energien wie Wasser- und Windkraft, Solarenergie oder und Geothermie.
Zu guter Letzt, sei es enorm wichtig die Mitarbeiter mit ein zu beziehen. Es sei wichtig, Bewusstsein für das Thema Energiesparen zu schaffen und zu sensibilisieren. (hu)
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