Mountainbike

Die Medaillenhoffnungen ruhen auf Laura, Mona und Vali

In Leogang kletterte Laura Stigger im Rahmen eines Mountainbike-Weltcups erstmals auf das Podium.
© Ernst Lorenzi

Beim Heimweltcup der Mountainbiker in Leogang peilen drei österreichische Damen ab heute das Podium an.

Von Florian Madl

Innsbruck – Was das Rennen in Spielberg für heimische Formel-1-Fans darstellt, gilt in abgeschwächter Form für den Weltcup der Mountainbiker in Leogang bei Zweirad-Freunden:

7000 bis 10.000 Zuschauer säumen am Wochenende täglich die Strecke, wenn sich über 800 Athleten aus 44 Nationen für den Doppel-Weltcup (Cross-Country, Downhill) auf die Strecke begeben. Und Red Bull überträgt auf seinem Haus-Kanal live auf 26 TV-Sendern in 93 Länder, 150 freiwillige Helfer garantieren den Ablauf. Unweit der Tiroler Grenze spielt sich also ab, wozu auch zwei Tiroler beitragen. Und beide haben zum Ski-Ort im Pinzgau einen besonderen Draht:

Die Silzerin Mona Mitterwallner dominierte die Nachwuchs-Weltmeisterschaften im örtlichen Epic Bikepark im Jahr 2020, heuer reist die Bergauf-Spezialistin erstmals als Elite-Fahrerin an: „Ich liebe es zu klettern, deshalb taugt mir die Stecke mit ihren steilen Auffahrten total.“ Hintergrund: Die 3,6 km lange Cross-Country-Strecke weist einige lange Anstiege auf, was dem Leichtgewicht zugutekommen sollte. Der Druck sei „natürlich riesig, vor allem jener, den ich mir selbst auflege“. Im Weltcup kratzt die 20-Jährige am Podium, wobei sich Mitterwallner eher selbst im Weg steht: Zuletzt in Albstadt (GER) verpatzte sie den Start und wies nach zwei von sechs Runden bereits über zwei Minuten Rückstand auf – es wurde Platz sechs.

Ihr Pendant aus Haiming: die 21-jährige Laura Stigger, zuletzt Siebente in Albstadt und im Weltcup nur den Hauch von vier Punkten hinter Mitterwallner. Beim Gedanken an Leogang werden bei der Dominatorin aller Nachwuchsklassen wohl ebenso schöne Erinnerungen wach – hier fuhr sie 2021 ihr erstes Weltcup-Podium ein: „Wenn ich heute daran denke, ist das immer noch Gänsehaut pur. Es war ein ganz spezieller Moment – vor Familie und Freunden.“ Der Heeressportlerin (Team Specialized) fehlt es noch ein wenig an Konstanz, wie sie zuletzt gestand.

Dank Lokalmatadorin Valentina „Vali“ Höll (Saalbach-Hinterglemm) redet Österreich mittlerweile auch im Downhill-Bewerb ein Wörtchen mit. Die 20-Jährige überraschte im Vorjahr mit ihrem Weltcup-Gesamtsieg, die Vorfreude war zuletzt unüberhörbar. Die Zweitplatzierte des Vorjahrs hatte 2021 erst aufgrund eines Sturzes im Zielhang noch den sicher geglaubten Sieg in der Eliteklasse vergeben ...