Bezirk Kitzbühel

Neue Rotkreuz-Bezirksstelle in Kitzbühel im Bau

Anton Manzl (Empl), Florian Fuchs (Haselsberger Architekten), Hannes Seeber (Empl), Max Gruber (Haselsberger Architekten), Bezirksstellenleiter Daniel Hofer, GF Bernhard Gschnaller, BM Klaus Winkler, Vize-BM Jochberg Sandra Markl und Ortsstellenleiter Martin Bucher (v. l.) beim Spatenstich.
© Angerer

Der Spatenstich für die neue Rotkreuz-Bezirksstelle ist nach fünf Jahren Vorbereitungsarbeiten erfolgt.

Von Harald Angerer

Kitzbühel – „Gebt mir einen Spaten, ich kann es nicht mehr erwarten“, gibt sich Rotkreuz-Bezirksstellenleiter Daniel Hofer ungeduldig. Kein Wunder, denn mit dem Spatenstich geht ein sehr lange gehegter Wunsch des Roten Kreuzes in Kitzbühel in Erfüllung. Schon seit vielen Jahren ist die Bezirksstelle mit der Herbergssuche beschäftigt. Am jetzigen Standort neben der Feuerwehr Kitzbühel wurde der Platz einfach zu knapp. Doch eine Lösung war lange Zeit nicht in Sicht.

Erst vor fünf Jahren kam dann wirklich Bewegung in die Sache und die neue Bezirkszentrale für die Organisation nahm langsam Gestalt an. Der neue Standort an der Brixentaler Straße war dann schnell gefunden, dieser ist nach einer Standortanalyse aus einsatztaktischer Sicht optimal. Doch der Platz direkt neben der Firma Eurotours löste einiges an Diskussion im Kitzbüheler Gemeinderat aus. Die Stadt ist Eigentümer der Fläche, wie auch am aktuellen Standort des Roten Kreuzes. „Für mich und einige in der Gemeinde war es sofort klar, dass dieser Standort ideal ist. Letztendlich hat es aber doch länger gedauert, als man denkt, und es sind auch besondere Zeiten dazwischengekommen“, sagt Winkler und erklärt weiter: „Sicherheit soll nicht ein Glaubensbekenntnis sein, sondern braucht sichtbare Zeichen – und das hier ist ein solches Zeichen.“

Bezirksstellenleiter Hofer betonte beim Spatenstich die Bedeutung der neuen Zentrale: „Mit diesem Neubau können wir als zentraler Sozialdienstleister im Bezirk nun alle unsere Leistungen in einem modernen Gebäude unterbringen. Wir bieten damit allen Mitarbeitern einen sicheren und barrierefreien Arbeitsplatz und unseren Klienten eine Servicezentrale, in der sie vom Erste-Hilfe-Kurs über die Rufhilfe bis zum Beratungsgespräch der Sozialbegleitung alle Dienstleistungen in Anspruch nehmen können.“

Das Gebäude bietet auf 1653 m² Raum für die Mitarbeiter der Bezirksstelle, aber auch der Ortsstelle Kitzbühel. Modern ausgestattete Kursräume sollen eine interaktive und zeitgemäße Kursgestaltung für die Breitenausbildung und interne Schulungen bieten. Der barrierefreie Zugang zur Servicezentrale ermöglicht es dem Roten Kreuz erstmals, Beratungsgespräche im Haus anzubieten.

Mit einer klimaschonenden Bauweise, der Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr und Parkflächen, die auch mit E-Tankstellen ausgestattet werden, möchte das Rote Kreuz Kitzbühel seinen Beitrag zu den aktuellen Herausforderungen des Klimawandels leisten.

Steigende Rohstoffpreise sorgen dafür, dass die Kosten für das ursprünglich mit vier Millionen Euro veranschlagte Projekt derzeit auf fünf Millionen Euro gestiegen sind. Arbeiten sind auch noch an der Brixentaler Straße notwendig. Für die neue RK-Zentrale ist ein Linksabbieger notwendig. Ursprünglich hätte die neue Bezirkszentrale schon im Herbst 2020 fertiggestellt und bezogen werden sollen, nur wird sich die Fertigstellung bis Herbst 2023 hinauszögern.