Frau in Groß-Enzersdorf getötet, Mann erschoss sich
Ein Mann wählte den Notruf und gab an, seine Frau getötet zu haben und sich auch selbst erschießen zu wollen. Die Beamten eilten zur Adresse, kamen jedoch zu spät.
Groß-Enzersdorf – In Groß-Enzersdorf (Bezirk Gänserndorf) hat am Montagvormittag ein Mann mutmaßlich seine Frau und anschließend sich selbst erschossen. In einem Wohnhaus seien zwei leblose Körper entdeckt worden, teilte Polizeisprecher Stefan Loidl auf Anfrage mit. Die Ermittlungen des Landeskriminalamtes Niederösterreich, Leib/Leben, und der Tatortgruppe waren im Gang.
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Ein Mann habe gegen 11.00 Uhr am Notruf mitgeteilt, dass er seine Frau erschossen habe und auch sich selbst töten werde, berichtete Loidl. Es sei auch die Rede davon gewesen, dass beide krank seien. Die Verhandlungsgruppe und das EKO-Cobra rückten aus. In Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Korneuburg sei das Haus in der Folge betreten worden. Dort fanden die eingesetzten Kräfte die beiden Toten.
Für den Österreichischen Frauenring offenbart die Tat ein Bild, das in Österreich noch immer ausgeprägt sei: "Ein Mann nimmt sich das Recht, über das Leben einer Frau zu entscheiden." Solange seitens der Regierung keine Signale gesetzt würden, "dass Männergewalt und patriarchalische Strukturen in unserer Gesellschaft nichts verloren haben", werde sich nichts ändern, hieß es in einer Aussendung.
☎️💻 Hier finden Sie Hilfe
- Frauen helfen Frauen: fhf-tirol.at / 0512 5809770
- Frauenhaus Tirol: frauenhaus-tirol.at / 0512 342112
- Gewaltschutzzentrum Tirol: gewaltschutzzentrum-tirol.at / 0512 571313
- Beratungs- und Hilfsangebot: gewaltfrei-tirol.at
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- Frauen im Brennpunkt Online-Beratung: www.online-frauenberatung.at
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- Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser: 01 544 08 20 / aoef.at
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So wie der Frauenring sprach auch SPÖ-Frauenvorsitzende Eva-Maria Holzleitner vom 15. Femizid in diesem Jahr in Österreich. "Es braucht endlich einen Krisengipfel", forderte sie. Die Menschen hierzulande seien über die steigende Gewalt schockiert, das dürfe die Bundesregierung nicht länger ignorieren. Es gelte, von fortschrittlichen europäischen Ländern wie Spanien zu lernen. (APA)
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Wenn Sie oder eine Ihnen nahestehende Person von Suizidgedanken betroffen sind, finden Sie hier Hilfe:
- Telefonseelsorge: 142 (ohne Vorwahl) / onlineberatung-telefonseelsorge.at
- Psychosozialer Krisendienst: 0800 400120 / krisendienst-tirol.at
- Rat auf Draht: 147 (ohne Vorwahl) / rataufdraht.at
- Pro mente: 0512 585129 / promente-tirol.at
- Psychiatrische Ambulanz der Innsbrucker Klinik: +43 (0)50 504 23648
- Notaufnahme des MZA Innsbruck: Anichstraße 35 / +43 (0)50 427 057
- Psychosozialer Dienst in Hall in Tirol: www.psptirol.org, +43 (0)52 2354 9 11
- Kriseninterventionsdienst des Roten Kreuzes: 144 (ohne Vorwahl)
- Suizidpräventionsportal des Gesundheitsministeriums: www.suizid-praevention.gv.at
- Infos für Jugendliche: www.bittelebe.at