Aus Telfer „Heimatbund“ wird Kulturinitiative für ganze Region
Heimatbund Hörtenberg Telfs gibt sich neuen Namen – und weitet seine Aktivitäten auf ganze Region aus.
Telfs – Neu durchstarten – auch mit einem neuen Namen – möchte der bisherige „Heimatbund Hörtenberg Telfs“. In der kürzlich abgehaltenen Vollversammlung beschlossen die Mitglieder des traditionsreichen Vereins neue Statuten und die Umbenennung in „Kulturinitiative Hörtenberg – Region Telfs“.
„Äußerer Anlass für die Neuorganisation war die Tatsache, dass die Gemeinde Telfs das Museum im Noaflhaus, das bisher zu unseren Aufgabenbereichen gehörte, in Zukunft zur Gänze selbst führen und verwalten möchte“, erläutert Obmann Johann Sterzinger. „Natürlich werden wir weiter mit dem Museum und der Gemeinde zusammenarbeiten, aber laut den neuen Statuten haben wir bezüglich des Museums jetzt keinerlei Verantwortlichkeiten und Verpflichtungen mehr.“ Alle Verbindlichkeiten, etwa mit dem Heimatbund abgeschlossene Leihverträge, gehen in Absprache mit den Leihgebern auf die Marktgemeinde über. Die im Besitz des Museums befindlichen Exponate waren statutengemäß schon bisher Eigentum der Gemeinde.
Mit der Umbenennung möchte sich der 1953 gegründete, ca. 200 Mitglieder starke Verein einen etwas zeitgemäßeren Namen geben. Zugleich soll die Bezeichnung „Kulturinitiative Hörtenberg – Region Telfs“ (KIH) unterstreichen, dass man die Aktivitäten auf die Region ausdehnen will.
Zu den Aufgaben der KIH gehört auch weiterhin die Erhaltung des materiellen und immateriellen Kulturgutes – etwa mittels bewusstseinsbildender Aktivitäten und Veranstaltungen. Zugleich möchte die KIH verstärkt in der regionsbezogenen Forschungsförderung aktiv sein, etwa im Bereich Archäologie, Historie und Volkskultur.
Sterzinger, als Obmann wiedergewählt, hofft, „dass uns unsere Mitglieder auch nach der Neustrukturierung die Treue halten. Auch aktive Mitarbeit ist sehr gefragt, wir sind für alle Vorschläge und Anregungen dankbar.“ Obmannstellvertreter sind Stefan Dietrich und Thomas Nußbaumer, Schriftführerin ist Angelika Neuner, Kassier Christoph Allegranzi.
Der neue Ausschuss schmiedet bereits Pläne für künftige Projekte: Als mögliches Vorhaben ins Auge gefasst ist etwa die Renovierung der Wiesenkapelle in der Telfer Allee. Rund um den 200. Todestag des bekannten, in Telfs geborenen Tiroler Malers Josef Schöpf im heurigen September bereitet der Verein ebenfalls Aktivitäten vor. So könnte etwa auch die traditionelle jährliche Kulturfahrt des Vereins, die man heuer wieder aufnehmen möchte, im Zeichen von Josef Schöpf stehen. (TT)