MÜG „feiert“ am Sonnendeck in Innsbruck mit
Sicherheit und Lärmbeschwerden beschäftigen Einsatzkräfte bei Studentenparty.
Innsbruck – Ein lauer, voraussichtlich gewitterfreier Sommerabend, Musik und kühle Getränke: beste Voraussetzungen also, um heute viele Besucher zur Franz-Gschnitzer-Promenade in Innsbruck zu locken. Zum Sonnendeck, wie die seit sieben Jahren regelmäßig stattfindende Studentenparty unter freiem Himmel genannt wird. Doch diesmal „feiern“ auch Polizei- und MÜG-Beamte (Mobile Überwachungsgruppe) mit. „Wir haben zwei MÜG-Streifen im Einsatz“, bestätigt Klaus Feistmantl, Vorstand des Veranstaltungsamts (Magistrat). Im Fokus stehen dabei die Anrainerbeschwerden – „denen wollen wir auf den Grund gehen“. Und zwar mit einem Lärmmessgerät, das die akustische Belastung für die Sonnendeck-Nachbarn auf der gegenüberliegenden Innseite abklären soll.
Aber auch die Sicherheit wird ein Thema vor allem für die Polizeibeamten sein. Zumal es vorkommt, dass die Ufermauer fünf Meter über dem Inn zur lebensgefährlichen Tanzfläche wird. „Außerdem führt ein Radweg vorbei“, sagt Feistmantl: „Wir wollen schauen, dass die Veranstaltung ordentlich abläuft. Nicht angedacht sei, die Gäste zu vertreiben, die nach dem Ende der Sonnendeck-Party (22 Uhr) noch auf der Innpromenade bleiben. „Das ist ein öffentlicher Raum, hier kann sich jeder aufhalten“, stellt Feistmantl klar. Sonnendeck-Veranstalter Johannes Steinkopff betont, dass es bei den Partys bislang keine gröberen Vorkommnisse gab. „Wenn es was gab, dann außerhalb der Veranstaltung.“ Der Treffpunkt an der Innpromenade werde aber immer mehr mit dem Sonnendeck gleichgesetzt. Wie viele Besucher heute Abend kommen werden, kann Steinkopff nicht sagen. Die Polizei rechnet mit mehr als tausend Studenten auf der Promenade. (tom)