LGBT-Rechte: Zadić will „echte Gleichstellung“ Homosexueller
Wien – Justizministerin Alma Zadić (Grüne) setzt sich „mit aller Kraft“ für Levelling up – also einen umfassenden Diskriminierungsschutz – und „echte Gleichstellung“ von Menschen mit anderer sexueller Orientierung ein. Bei den nächsten Budgetverhandlungen will sie eine finanzielle Entschädigung für jene Menschen erreichen, die wegen des Totalverbotes von Homosexualität (bis 1971) bzw. nach dem Homosexuellen-Paragrafen 209 (bis 2002) verurteilt wurden.
„Es ist meine große Hoffnung, dass wir das tatsächlich schaffen, es ist ein dunkles Kapitel der Zweiten Republik und es sind nicht mehr viele Menschen am Leben, die das erlebt haben. Und die brauchen eine Entschädigung, zumindest ein sichtbares Zeichen, dass ihnen Unrecht getan wurde“, sagte Zadić am Mittwoch im ORF.
Außerdem peilt Zadić eine Reform der ursprünglich als Sonderform für Homosexuelle geschaffenen eingetragenen Partnerschaft an – die mittlerweile der Ehe weitgehend gleichgestellt wurde. Die ÖVP zeigte sich vor Kurzem im Nationalrat in der Causa sehr zurückhaltend. (APA, TT)