Innsbruck

„Auflagen nicht eingehalten": Polizei beendete Party am Sonnendeck

Die Polizei musste die Veranstaltung beenden. Feiernde durften dort weiter verweilen.
© TT/Falk

Innsbruck – Das Bier war kalt, die Sonne lachte, die Menge der Feierlaunigen wuchs mit jeder Minute. Doch die für Mittwochabend angesetzte Party am Sonnendeck endete kurz nach Beginn um 18 Uhr – zumindest der offizielle Part. Polizeibeamte und Stadtmagistrat mussten im Zuge des bei „Veranstaltungen üblichen Behördenrundgangs“ feststellen, „dass Auflagen nicht eingehalten wurden. Unter anderem waren zu wenige Ordner vor Ort, um den Zutritt zu überwachen und das Mitbringen von dort verbotenen Glasflaschen zu verhindern“, erklärt Florian Greil, stv. Leiter der sicherheits- und überwachungspolizeilichen Abteilung. In der Vergangenheit sollen bis zu 1000 Feiernde die Freiluft-Feier Sonnendeck besucht haben. Ein Hinweis auf einem Blatt Papier warnte vor Absturzgefahr von der fünf Meter hohen Steinmauer am Inn – zu wenig für die Beamten. „Dem Veranstalter wurde eine Nachfrist angeboten, doch der sah sich nicht in der Lage, so rasch weitere Ordner zu organisieren.“

Also packte der DJ sein Pult zusammen, die Bierfässer wurden weggerollt. Die Erschienenen durften im öffentlichen Raum verweilen. Veranstalter Johannes Steinkopff war zermürbt. „Seit neun Jahren gibt es die Veranstaltung, es gab nie Schlägereien, keiner ist von der Mauer gefallen, es war immer friedlich. Jeder weiß, wie das Sonnendeck abläuft.“ Es habe keine großen Beanstandungen gegeben. Das Mitbringen eigener Getränke, keine Gitter und kein Eintritt machen das Fest aus – konsumfreie Zone. Ändern will Steinkopff das nicht. „Unter dieser Voraussetzung werden wir kein Sonnendeck mehr veranstalten können.“ (jazz)

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