Beachvolleyball

Tiroler Ermarcora nach WM-Aus in Rom: „Haben zu viele Geschenke gemacht“

Aufgespielt und ausgespielt: Martin Ermacora und Moritz Pristauz schieden bei der WM aus.
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Für Martin Ermacora und Moritz Pristauz ist die Beachvolleyball-WM in Rom vorbei, für Robin Seidl/Philipp Waller hingegen nicht.

Von Sabine Hochschwarzer

Innsbruck –„Es ist bitter. Einfach nur bitter. Ich weiß nicht, was ich sagen soll.“ Beachvolleyballer Martin Ermacora ringt bei der WM in Rom nach dem 1:2 (21:18, 17:21, 12:15) im 32er-Feld gegen die Amerikaner Chaim Schalk/Theodore Brunner um die Worte. „Ich bin einfach nur zutiefst enttäuscht.“

Nach starker Vorrunde hatte er sich mit Partner Moritz Pristauz als Gruppenerster im Pool G durchgesetzt, gestern im ersten Spiel der K.-o.-Runde kam dann das Aus. „Es wäre leichter zu verkraften, wenn man klar unterliegt. Aber so ... Wir haben ihnen einfach zu viele Geschenke gemacht“, analysiert der 28-jährige Tiroler dann doch noch weiter.

Den ersten Satz hatten die beiden auf Court 2 noch klar eingesackt („Der war richtig gut“), in Durchgang zwei vergaben sie aber einige leichtere Bälle. 19:5-Fehler insgesamt machten schlussendlich den Unterschied aus. „Im dritten Satz noch zwei blöde Entscheidungen und das war’s“, so Ermacora. Besonders bitter: Der Turnierraster hätte den Zweien gute Chancen auf das Semifinale beschert: „Und ich weiß, dass wir das auf alle Fälle draufhaben.“ Wie es heute weitergeht, daran mochte er gestern noch gar nicht denken. Vielleicht in Rom bleiben, vielleicht gleich heimfahren – „auf jeden Fall trainieren wir jetzt eine Woche ohne Ball.“

Nach einigen Minuten gibt sich Ermacora dann doch wieder zuversichtlich, wenn auch gedämpft: Anfang Juli warte in Gstaad das nächste Turnier, danach eines in Marokko und ein weiteres in Espinho: „Es war ja kein schlechtes Ergebnis hier in Rom, das uns nach unten ziehen wird, aber wenn man weiß, wie es laufen könnte, dann kann man mit dem Ergebnis einfach nicht zufrieden sein.“

Genau in die andere Richtung lief es gestern zum Auftakt der K.-o.-Phase indes für Robin Seidl und Philipp Waller. Die beiden Wiener gewannen gegen die US-Amerikaner Taylor Sander/Taylor Crabb nach Satzrückstand 17:21, 21:15, 15:9 und stehen somit im Achtelfinale.

Ausgeschieden sind hingegen Katharina Schützenhöfer/Lena Plesiutschnig gegen die topgesetzten Niederländerinnen Katja Stam/Raïsa Schoon mit 17:21, 18:21. Ebenfalls Endstation war gestern Abend für Alexander Huber/Christoph Dressler. Das Duo war gegen die Olympiadritten Cherif Younousse/Ahmed Tijan aus Katar gefordert und verlor klar mit 0:2 (-15,-22).