Knappen, Blaublütige und Landsknechte: Fuggerumzug in Schwaz
Schwaz – 1522, also vor 500 Jahren, sind die Fugger ins operative Berggeschäft in Schwaz eingestiegen. Rund 170 Jahre schrieb die reiche Augsburger Familie in der Knappenstadt Geschichte, hatte dort zeitweilig sogar ihren Firmensitz und machte mit dem Schwazer Silber gute Geschäfte. Als beinharte Geschäftsleute waren sie vor allem an der Ausbeutung des Schwazer Silberbergs interessiert und lösten mit ihrer oft unnachgiebigen Haltung auch Revolten aus. Dass diese Zeit im wahrsten Sinn des Wortes nicht spur(-en-)los an dem Ort vorüberging, versteht sich von selbst. Das Fuggerhaus, die Fuggergasse, die Grabdenkmäler mehrerer Fugger – keine Frage, Schwaz ist eine Fuggerstadt. Und ist heute Samstag Schauplatz eines großen Fuggerumzuges (Beginn 14 Uhr) und eines Fuggerfestes im Mathoi-Garten. Vom Fruntspergfähnlein bis zu einer Patriziergruppe aus Augsburg, vom „Stählernen Haufen“ bis zu den aus Innsbruck angereisten Hofdamen Kaiser Maximilians spannt sich der Bogen der Mitwirkenden.
Im Mittelpunkt steht aber ein 420 kg schweres und mehrere Millionen Jahre altes, besonderes Objekt: ein Stein, gebrochen am Eiblschrofen, der all das enthält, was das Schwazer Erz so begehrenswert gemacht hat. (hö)