Kleines Museum zu UNO-Einsätzen in Landecker Pontlatzerkaserne
Nauders – Im Rahmen der „Politischen Bildung für Soldaten“ war kürzlich eine Abordnung aus der Landecker Pontlatzkaserne zu Gast in der Festung Nauders. Diese gehört zum Museumsverein Nauders unter der Leitung von VBM Karl Ploner. Ziel ist es, Tiroler Geschichte vor Ort zu „erleben und greifbar zu machen“. Obendrein wurde vom auslandserfahrenen UN-Veteranen Oberst Friedrich Scheibler aber auch das neu eingerichtete UN-Peacekeepermuseum vorgestellt.
Die Festung Nauders wurde 1840 als Teil der Sperrkette gegen Italien fertiggestellt. Gezeigt wurden bislang Objekte aus den beiden Weltkriegen und der Geschichte des Bundesheers. „Wir haben jetzt aber auch einen zusätzlichen Raum mit den UNO-Einsätzen Österreichs seit dem Jahr 1960 zusammengestellt“, freut sich Scheibler, der selbst in der Friedensarbeit für die Vereinten Nationen unterwegs war. „Man muss sich vorstellen, dass doch 100.000 Österreicher bei allen bisherigen Missionen im Einsatz waren.“ Unter anderem ist auch der Feldpostkasten von den Golanhöhen zu sehen – und zu nutzen. Von hier kann man auch Feldpost verschicken. Jeweils am Mittwoch und Sonntag gibt es um 15 Uhr eine Führung von Karl Ploner. (pascal)