Ausstellung

Osttiroler Maler Oswald Kollreider „aus Sicht einer Frau“

Eleonora Bliem-Scolari zeigt unbekannte Bilder Kollreiders.
© Blassnig

Lienz – Oswald Kollreider (1922 bis 2017) war einer der großen Maler Osttirols. Er unternahm über mehrere Jahrzehnte weite Reisen zur Inspiration, lobte „Gottes weite Welt“ und stellte etwa auch in Guatemala aus.

„Aus der Perspektive einer Frau“ befasst sich die in Innsbruck lebende Autorin, Kunsthistorikerin und Ethnologin Eleonora Bliem-Scolari seit 2019 mit dem Bilderschatz, den Oswald Kollreider in seinem Leben geschaffen hat. Einhundert Jahre nach des Künstlers Geburt in St. Oswald/Kartitsch widmet sie ihm aktuell die Ausstellung „Menschsein“ im Westtrakt von Schloss Bruck, dem Museum der Stadt Lienz.

Die insgesamt 51 Gemälde in Tempera auf Karton sowie Grafiken sind Leihgaben aus privatem Besitz, die bisher nicht öffentlich zu sehen waren. „Abseits seiner bekannten Brauchtums- und Heimatmalerei, die Kollreider für sein Einkommen gut verkaufen konnte, schuf der tief religiöse Maler ausdrucksstarke Bilder christlicher Heilsmotive und Darstellungen des Menschen“, gewährt Bliem-Scolari in der Ausstellung einen überraschenden Streifzug durch die bildgewordene Gedankenwelt des Malers. „Oswald Kollreider war zutiefst bescheiden, altruistisch und von Selbstzweifeln getrieben“, beschreibt sie. (bcp)

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Catharina Oblasser

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