Solarmodell Lightyear One erhält Straßenzulassung
Helmond – Es ist nicht neu, dass manche Hersteller mit Solardächern auf ihren Fahrzeugen experimentieren und diesen damit Energie zuführen. So entschlossen, wie dies das Start-up-Unternehmen Lightyear allerdings praktiziert, machte es aber ganz offensichtlich noch keiner. Nach sechs Jahren Forschungs- und Entwicklungsarbeit, so heißt es in der Pressemitteilung der Firma, geht der Lightyear 0 in Produktion. Die installierten Solaranlagen sind in der Lage, jeden Tag Strom für bis zu 70 Kilometer Reichweite zu produzieren. Für den durchschnittlichen täglichen Gebrauch würde das reichen, mehr Reichweite lässt sich mit dem eingebauten Lithium-Ionen-Akku erzielen, der via Stromleitung aufgeladen werden kann: Der Speicher verfügt über eine Kapazität von 60 Kilowattstunden.
Lightyear ist recht optimistisch, was den Durchschnittsverbrauch der 5,08 Meter langen Coupé-Limousine anbelangt: Lediglich 10,5 Kilowattstunden je 1000 Kilometer werden veranschlagt, die WLTP-Reichweite soll bei 625 Kilometern liegen. Im Idealfall lässt sich der Lightyear One monatelang ohne Ladekabel-Bedienung manövrieren – vorausgesetzt, die Interessentin oder der Interessent ist in der glücklichen Lage, über mindestens 250.000 Euro für die Anschaffungskosten zu verfügen und den Zuschlag für das auf 946 Einheiten limitierte Modell des niederländischen Herstellers zu bekommen. Der Lightyear 2 steht übrigens schon in den Startlöchern (ab 2024/2025). (hösch)