Dom-Sanierung in Innsbruck deutlich teurer, Tigas stoppt Gasleitungsbau in Kramsach
Zu früh gebaut. Das musste der Tiroler Landes-Gasversorger Tigas zerknirscht zur Kenntnis nehmen. Denn im Naturschutzgebiet am Reintalersee in Kramsach wurde eine Leitung zur Gasversorgung gelegt. Doch das war nicht genehmigt. „Leider hat das von uns beauftragte Ingenieurbüro die naturschutzrechtliche Bewilligung nicht berücksichtigt, die dafür notwendig ist“, sagte der technische Geschäftsführer der Tigas, Georg Tollinger. Die Tigas sah sich daraufhin mit einer Anzeige konfrontiert. Die Bauarbeiten wurden gestoppt, „ohne Bewilligung können wir ja die Leitung nicht verlegen“. Wann sie wieder starten, sei derzeit nicht absehbar, so Tollinger gegenüber der TT.
Kritik kommt postwendend von den Grünen: „Statt illegal Gasleitungen zu legen, sollte die Tigas sich lieber bemühen, bestehenden KundInnen den Ausstieg aus Erdgas und hin zu erneuerbaren Energieträgern zu ermöglichen“, betont der grüne Klubchef Gebi Mair.
Wie sich jetzt herausstellt, wird die Sanierung des Doms zu St. Jakob in Innsbruck deutlich teurer als ursprünglich beziffert. Die 2018 abgeschlossene Fördervereinbarung musste zuletzt neu verhandelt werden, der Beitrag des Landes erhöht sich demnach von 655.424 auf 943.096 Euro. Dasselbe trifft auf die Landesgedächtnisstiftung zu, die ihren Anteil ebenfalls auf 943.000 Euro erhöht. Insgesamt kostet die Sanierung jetzt 5,5 Millionen Euro, geplant waren 3,5 Mio. Euro. (pn)