Bezirk Schwaz

Eindrucksvoller Wettkampf der Paragleiter über dem Zillertal

Das Wetter machte es den Teilnehmern des Zillertal Battle nicht einfach. Es benötigte mehrere Anläufe für das Flugspektakel.
© Pia Anewanter

Mayrhofen – Bei dem so genannten „Zillertal Battle“ wimmelte es am Himmel nur so von Paragleitern. Denn kaum ein Pilot wollte sich diesen Bewerb entgehen lassen – immerhin zählt er zu den wichtigsten in der B-Klasse im deutschsprachigen Raum.

Unter dem Motto „Beat the legends“ konnte der Verein Golden Eagles – Alpine Gliders Zillertal zahlreiche Weltcup-Piloten und Urgesteine wie Pepe Malecki (Deutschland) oder die beiden Schweizer Kari Eisenhut und Steve Cox begrüßen. Insgesamt waren knapp 70 Piloten aus Österreich, Deutschland, Tschechien, Italien, der Schweiz, Griechenland und Großbritannien am Start.

Am ersten Bewerbstag wurde eine Strecke zwischen Uderns und Tux mit einer Länge von gut 63 Kilometern festgelegt, wobei zwischen dem Startpunkt am Melchboden bis zum Zielpunkt an der Bruggerstube sieben Wendepunkte absolviert werden mussten. Abschattung und stumpfe Thermik führten aber dazu, dass an diesem Tag keiner die Ziellinie überfliegen konnte. Tagessieger laut Punktewertung wurde der Deutsche Ferdinand Vogel.

Am nächsten Tag machte das Wetter den Paragleitern wieder einen Strich durch die Rechnung. Aufgrund von starkem Höhenwind wurde der Durchgang abgesagt. Das wurde aber am folgenden Tag nachgeholt. Auf einer Strecke von knapp 38 Kilometern befanden sich die Wendepunkte zwischen Finkenberg und Zell am Ziller. Als Erster konnte Ferdinand Vogel die Ziellinie bei der Bruggerstube überfliegen. Nur wenige Minuten später erreichte Nicola Donini aus Italien das Ziel, gefolgt von Alexander Schalber (Österreich).

Der Sieger im Einzelbewerb des Zillertal Battle 2022 ist der Deutsche Ferdinand Vogel. Bei der Teamwertung siegte Team „Ozone“ mit Helmut Eichholzer, Simon Arnold, Alexander Schalber, Andreas Malecki und Julia Jauß. (TT)