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Spitzenplatz zurückerobert: Wien ist wieder die lebenswerteste Stadt der Welt

Laut dem globalen „Economist"-Ranking ist Wien die Stadt mit der weltweit höchsten Lebensqualität. Gründe dafür seien etwa das große Angebot an Kunst und Kultur und die gute Infrastruktur. 2021 war die Lebensqualität wegen der Corona-Krise deutlich zurückgefallen. Europäische Städte haben nun wieder Plätze gutgemacht, doch der Ukraine-Krieg wirft lange Schatten.

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Nach einem coronabedingten 12. Platz im Vorjahr führt Wien in diesem Jahr den Index der lebenswertesten Städte wieder an.
© unsplash

Wien – Wien ist erneut die lebenswerteste Stadt der Welt. In der diesjährigen Rangliste des britischen Economist landet Österreichs Hauptstadt erstmals seit Pandemiebeginn wieder auf dem Spitzenplatz – wie schon in den Jahren 2018 und 2019. Im Vorjahr rangierte Wien lediglich auf dem zwölften Platz. Auf Platz zwei und drei folgen Kopenhagen und Zürich.

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🗺️​ Die zehn lebenswertesten Städte der Welt

  1. Wien (Österreich)
  2. Kopenhagen (Dänemark)
  3. Zürich (Schweiz)
  4. Calgary (Kanada)
  5. Vancouver (Kanada)
  6. Genf (Schweiz)
  7. Frankfurt (Deutschland)
  8. Toronto (Kanada)
  9. Amsterdam (Niederlande)
  10. Osaka (Japan)
  11. Melbourne (Australien)

HIER geht's zum vollständigen Bericht.

Voriges Jahr war die Lebensqualität europäischer Metropolen wegen der Corona-Krise deutlich zurückgefallen, während das weitgehend normale Leben im abgeschotteten Neuseeland Auckland den ersten Platz beschert hatte. Mit der Aufhebung der Corona-Maßnahmen rutschten Metropolen in Neuseeland, Australien und China 2022 wieder ab. So belegt Auckland in diesem Jahr beispielsweise nur noch Platz 34.

📍 Das macht Wien so lebenswert

Wien konnte im Ranking vor allem durch seine gute Infrastruktur, das Gesundheitssystem, das Angebot im Bereich Kultur und Unterhaltung sowie das hohe Maß an Sicherheit überzeugen. Insgesamt erreichte die Bundeshauptstadt 99,1 Prozent.

Gewinner: Frankfurt, Hamburg und Düsseldorf

Für die Studie des britischen Wirtschaftsmagazins werden jährlich insgesamt 140 Städte verglichen. Als erste europäische Metropole konnte Wien 2018 den Spitzenplatz des „Economist Intelligence Unit Global Survey" belegen. Bewertet werden Gesundheitssystem, Bildung, Kultur und Infrastruktur. Ebenso soziale Sicherheit, politische Stabilität oder die Kriminalitätsrate.

Neben Wien und Zürich gelten auch viele andere deutschsprachige Metropolen als höchst lebenswert. Der Rangliste zufolge gehören Frankfurt, Hamburg und Düsseldorf zu den größten Gewinnern. Die drei deutschen Städte verbesserten sich um jeweils rund 30 Ränge. Frankfurt schaffte es mit Platz sieben unter die Top Ten, Hamburg und Düsseldorf belegten die Plätze 16 und 22.

Die verbesserten Werte seien auf die Öffnung von Geschäften, Restaurants und Museen zurückzuführen, sagte Upasana Dutt, die Leiterin des Lebensqualitäts-Indexes. „Das Bildungswesen hat sich verbessert, da Kinder wieder in die Schulen zurückkehren und die Krankenhäuser und Gesundheitssysteme deutlich entlastet wurden", fügte sie hinzu.

Russische Städte rutschen ab

Während Westeuropa aufholte, sanken die Wertungen im Osten des Kontinents als Folge des russischen Angriffs auf die Ukraine. Moskau und St. Petersburg büßten laut den Analysten stark an Stabilität und damit an Lebensqualität ein und sackten um mehr als ein dutzend Ränge auf die Plätzen 96 und 107 ab. Die ukrainische Hauptstadt Kiew wurde dieses Jahr aus der Wertung genommen. Auch andere Städte wie Warschau und Budapest wurden wegen der geopolitischen Lage in der Region herabgestuft.

Und dann gibt es noch die Schlusslichter: Das Leben sei am schwierigsten in Damaskus in Syrien, Tripolis in Libyen, Lagos in Nigeria und Algier in Algerien, befanden die Analysten. Gewaltsame Konflikte und Terrorismus seien die Hauptursache für das schlechte Abschneiden. Auch Teheran, die Hauptstadt des sanktionsgeplagten Iran, zählt zu den zehn letztgereihten Kommunen.

Aus Sicht der Studienautoren sind die Auswirkungen des Ukraine-Krieges das größte Risiko für die urbane Lebensqualität in den kommenden Monaten. Steigende Preise für Energie und Lebensmittel könnten mancherorts Konflikte auslösen. „Selbst dort, wo die Stabilität nicht in Gefahr ist, wird die Kostenkrise Investitionen in Infrastruktur, Gesundheit und Bildung dämpfen", warnten sie. (APA, TT.com)


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