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Johnsons Konservative verlieren zwei Nachwahlen in Großbritannien

Die Wahlen hatten als Stimmungstest für Johnson gegolten, der wegen der Party-Affäre während des Corona-Lockdowns stark unter Druck steht.

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London – Die Konservativen des britischen Premierministers Boris Johnson haben bei zwei Nachwahlen schwere Niederlagen erlitten: Die Tories unterlagen am Donnerstag sowohl im Wahlkreis Tiverton and Honiton im Südwesten Englands als auch im Wahlkreis Wakefield in Nordengland bei Nachwahlen für je einen Sitz im britischen Unterhaus. Die Wahlen hatten als Stimmungstest für Johnson gegolten, der wegen der Party-Affäre während des Corona-Lockdowns stark unter Druck steht.

Die Konservativen verloren Tiverton and Honiton, wo sie seit mehr als hundert Jahren die Abgeordneten gestellt hatten, laut Freitagfrüh veröffentlichten Ergebnissen an die Liberaldemokraten, die 6000 Stimmen Vorsprung hatten. In Wakefield setzte sich die Labour-Partei mit knapp 5000 Stimmen Vorsprung durch. Bereits im Dezember hatten die Tories eine Nachwahl in dem als Konservativen-Hochburg geltenden Wahlkreis North Shropshire verloren.

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Nach der Wahlschlappe für die Partei Johnsons trat der Co-Generalsekretär (Chairman) der Konservativen zurück. "Jemand muss Verantwortung übernehmen", erklärte Oliver Dowden am Freitag. "Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass es unter diesen Umständen für mich nicht richtig wäre, im Amt zu bleiben."

Labour-Chef Keir Starmer deutete den Ausgang der Nachwahl in Wakefield nun als Zeichen dafür, dass seine Partei auch die nächsten landesweiten Wahlen 2024 gewinnen könne. "Wakefield hat gezeigt, dass das Land das Vertrauen in die Tories verloren hat", erklärte Starmer. "Das Ergebnis ist ein klares Urteil über eine konservative Partei, der die Energie und die Ideen ausgegangen sind." Der Wahlkreis hatte vor dem Konservativen-Sieg bei der Wahl 2019 als Hochburg von Labour gegolten.

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Die Nachwahl in Tiverton and Honiton wurde nötig, weil der Abgeordnete Neil Parish sich im April nach Beschwerden darüber zurückgezogen hatte, dass er im Parlament auf seinem Mobiltelefon Pornos geschaut hatte. Die Nachwahl in Wakefield wurde angesetzt, nachdem sich der Abgeordnete Imran Ahmad Khan nach seiner Verurteilung wegen eines sexuellen Übergriffs auf einen 15-jährigen Buben zurückgezogen hatte. (APA/AFP)


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