Entgeltliche Einschaltung

Der T7 als Multivan: Raumgleiter mit Pkw-Talenten

Ein Platz- und Variabilitätsriese wer der Bulli schon in früheren Jahrzehnten, so komfortabel wie der T7 als Multivan war er jedoch noch nie: Das liegt auch an der neuen Plattform.

  • Artikel
  • Diskussion
Neue Plattform, dieselbe Bus-Optik, neues Fahrgefühl, annähernd dasselbe Raumangebot: Multivan T7 von Volkswagen.
© Höscheler

Von Markus Höscheler

Entgeltliche Einschaltung

Vierschach – Vor zehn Jahren durfte er zum ersten Mal zeigen, was er konnte: der MQB. Das Kürzel steht für modularer Querbaukasten, für eine technische Plattform und Prozesstechnik, die eine hohe Flexibilität im Fahrzeugbau ermöglicht. Der erste Nutznießer war der Audi A3 (2012). Bis heute sollten nicht weniger als 32 Millionen Fahrzeuge im VW-Konzern mit MQB-Basis gebaut werden, vom kleinen Polo bis zum USA-SUV Atlas. Und neuerdings kommt auch der Multivan in den Genuss des MQB. Das ist insofern ein Novum, als der Kleinbus bisher ein Ableger der T-Serie von VW war und somit eindeutig als Derivat des Nutzfahrzeugs identifiziert werden konnte – allen Annehmlichkeiten zum Trotz.

Nun wollte VW zeigen, dass die Kleinbustalente sich problemlos mit MQB-Technik vereinen lassen. Wir waren jedenfalls gespannt, ob sich die veränderten Grundlagen nicht nur beim Fahren, sondern auch bei den technischen Materialien auswirkten. Der neue Multivan (T7) war sogleich einladend – mit seitlichen Schiebetüren, die sich weit und automatisch öffnen (gehört zur Style-Ausstattung) ließen und den Blick auf luxuriös anmutende Einzelsitze eröffneten. Bis zu sieben davon haben Platz im 4,97 Meter langen Modell, sie sind verhältnismäßig schwer, doch relativ leicht zu verschieben, zusammenzuklappen, aufzuklappen oder gar auszubauen.

Es sitzt sich hoch und bequem im neuen Multivan, nicht nur im Stehen, sondern auch beim Fahren. Einmal mehr kann der MQB zeigen, dass er die fast schon ideale Basis für einen ausgewogenen Fahrkomfort darstellt. Auch bei den verwendeten Materialien haben wir den Eindruck, dass der Multivan gegenüber seinen Vorgängern an Qualität gewonnen hat.

Fahrwerk und Lenkung überzeugen, ebenso grosso modo der verwendete 204-PS-Benziner, der via Doppelkupplung (DSG mit sieben Gängen) die Vorderräder bedient. Die beiden einzigen nennenswerten Schwächen des Multivan: manche Gedenksekunde des DSG beim Anfahren und beim Einlegen des Rückwärtsgangs – und das Infotainmentsystem, das auch gelegentlich überlastet war mit Smartphone-Anbindung und Hochstart.

Dafür erntet der T7 in Gestalt des Multivan viel Lob für das immens große Platzangebot für die Insassen und die Ladegüter, für die angenehme Ausstattung und das gefühlt hohe Sicherheitsniveau. Die Rückfahrkamera präsentierte sich von ihrer besten Seite, das IQ.Light-LED-Matrix-Scheinwerferlicht sorgt für hohes Beleuchtungsniveau, die Dreizonen-Klimaautomatik für eine effiziente Raumtemperierung.

Einige Extras erleichterten das Vorankommen, etwa das Head-up-Display (1485,40 Euro), bekömmlich waren außerdem die Standheizung (1771 Euro) und das Soundsystem Harman Kardon (1643,60 Euro). Dass wir uns während längerer Fahrten im Alpenraum so wohl fühlten, mag auch daran gelegen haben, dass „ErgoComfort“-Sitze mit Savona-Leder zur Verfügung standen (4852,40 Euro). Die hier angeführten Optionen erhöhten zusammen mit zusätzlicher Sonderausstattung den Wert des Fahrzeugs auf 96.482,90 Euro.

Für diesen Tarif gibt es wohlgemerkt nur einen Fronttriebler. Wer Allrad begehrt, hat vorläufig beim Multivan T7 schlechte Karten – er muss ausweichen auf das ältere Modell T6.1 (und damit auf die alte Nutzfahrzeugplattform). Nebenbei ist beim T7 die Auswahl der Motoren recht übersichtlich: Für den Einstieg hat VW einen 136 PS starken 1,5-Liter-Vierzylinder parat, für Ökobewusste einen Plug-in-Hybrid mit 218 PS Systemleistung. Diesel? Gibt es jetzt auch, mit 150 PS.


Kommentieren


Schlagworte

Entgeltliche Einschaltung