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Energie als Waffe: Was Österreich bei einem Gas-Stopp droht

Energieministerin Gewessler legt einen Notfall-Plan vor. Wenn Russland das Gas abdreht, würde sie als erstes 35 Industriebetrieben die Lieferungen kürzen. Ziel ist, Haushalte und Spitäler ausreichend zu versorgen.

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Gasknotenpunkt Baumgarten (NÖ): Noch kommt ausreichend Gas nach Österreich. Andere Anbieter ersetzen russische Ausfälle.
© AFP/Klamar

Von Wolfgang Sablatnig

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Wien – „Russland setzt Energielieferungen als Waffe ein“: Energieministerin Leonore Gewessler (Grüne) lässt keinen Zweifel, dass sie russischen Angaben zu den Lieferengpässen bei Erdgas nicht glaubt. Noch fließt genug Gas nach Österreich. Sollte Gas aus Russland ganz versiegen, müsste die Regierung aber die schärfsten Maßnahmen des Notfallplans ergreifen, sagt sie. Dann drohen Energielenkung und in einem ersten Schritt Kürzungen für große Industriebetriebe. Haushalte, Spitäler und Altenheime sollen jedenfalls genug Gas bekommen, ebenso Kraftwerke und Lebensmittelerzeuger.

Gewessler erläuterte vor Journalisten die Pläne für den Ernstfall. Sie hofft, dass Österreich damit über den nächsten Winter kommt. Derzeit reichen die Lieferungen, um die Ausfälle zu ersetzen und auch die Speicher weiter zu befüllen. Mehr Gas als früher kommt aus Norwegen, über Italien und vom Flüssiggas-Terminal in Rotterdam.


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