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Großschartner ist Rad-Meister: „Wollten, dass das Trikot zur Tour de France fährt“

Ohne Angriff der Bora-Teamkollegen fuhr Felix Großschartner zum Rad-Meistertitel. Die Tirolerin Christina Schweinberger holte Double.

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Kein Angriff mehr: Felix Großschartner fuhr vor seinen vier Bora-Kollegen im Ziel ein.
© ÖRV/Eisenbauer

Von Roman Stelzl

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Judendorf-Straßengel – Es ist ein Bild, das Geschlossenheit zeigt: Felix Großschartner reißt kurz vor dem Ziel des 195 Kilometer langen Straßenrad-Rennens die Hände in die Höhe, hinter ihm fahren die vier Bora-hansgrohe-Teamkollegen im Spalier für den neuen österreichischen Meister ein. „Es freut mich, dass meine Zeit gekommen ist, um Meister zu werden“, meinte der Oberösterreicher nach der Hitzeschlacht in der Steiermark, bei der nur zwölf der 58 Fahrer das Ziel sahen.

Es klang angesichts der Szenerie etwas zweideutig – denn nachdem das deutsche World-Tour-Team das Rennen mit fünf Fahrern an der Spitze dominierte, wurde am Schluss quasi ein „Nichtangriffspakt“ geschlossen. Stallorder oder doch mehr?

Christina Schweinberger gewann im Sprint gegen Anna Kiesenhofer ...
© ÖRV/Eisenbauer

„Wir wollten, dass das Trikot des österreichischen Meisters zur Tour de France fährt. Hoffentlich ist das auch der Fall“, klärt der Tiroler Patrick Gamper auf, der sich am Ende den zweiten Rang holte. Von Teamstrategie war aber keine Rede: „Wir haben uns das kurzfristig ausgemacht und wollten nicht mehr attackieren. Felix war sicher der Stärkste auf dem Kurs, er hat es sich verdient. Es hätte für unser Team nicht besser laufen können.“ Für Gamper wartet nun eine intensive Trainingsphase.

Großschartner durfte sich indes nach dem Meistertitel im Zeitfahren auch über den Triumph im Straßenrad-Rennen von Judendorf-Straßengel freuen. Sebastian Putz (Union Raiffeisen Radteam Tirol) sichert sich damit den U-23-Staatsmeistertitel.

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… und streifte sich danach wie im Zeitfahren das Siegertrikot über.
© ÖRV/Eisenbauer

So wie Großschartner konnte die Tirolerin Christina Schweinberger frei nach dem Motto „Doppel hält besser“ zweimal jubeln. Die 25-jährige Jenbacherin holte sich nach dem Titel im Zeitfahren am Sonntag auch jenen im Straßenradrennen. Die Plantur-Pura-Fahrerin gewann nach 87,5 Kilometern eine Sekunde vor Olympiasiegerin Anna Kiesenhofer (Team Cookina Graz) sowie ihrer Zwillingsschwester und Titelverteidigerin Kathrin Schweinberger (Ceratizit WNT).

„Ich weiß grad gar nicht, was ich sagen soll. Klar arbeitet man darauf hin. Aber um hier nun vorne zu sein, gehört so viel dazu. Ich kann es noch gar nicht glauben“, meinte Christina Schweinberger. „Es ist eine richtige Ehre, den Titel von der Kathrin zu übernehmen. Dadurch, dass der Sieg in der Familie bleibt, ist dieser noch mehr wert.“

Radsport – ÖM Straßenrennen

Österreichische Meisterschaften in Judendorf-Straßengel: Herren (195 km): 1. Felix Großschartner 4:35:59 Stunden, 2. Patrick Gamper, 3. Lukas Pöstlberger, 4. Patrick Konrad, 5. Marco Haller (alle Bora hansgrohe) alle gl. Zeit; 11. Sebastian Putz (Union Radteam Tirol) + 11:12 Min.

Damen (87,5 km): 1. Christina Schweinberger (Plantur-Pura) 2:35:37, 2. Anna Kiesenhofer (Team Cookina Graz) + 1 Sek., 3. Kathrin Schweinberger (Ceratizit – WNT Pro Cycling) 1:22 Min., 4. Sarah Rijkes (Andy Schleck) 1:23, 5 Carina Schrempf (Team Cookina Graz) 1:23.


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