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Land baut Drogenarbeit weiter aus: Drei Projekte werden gefördert

Angebote der Z6-Drogenarbeit werden mit 1. Juli erweitert: Das Land Tirol fördert drei Projekte mit insgesamt 190.000 Euro.

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Kokain als Partydroge befindet sich auf dem Vormarsch.
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Innsbruck – Mit Stand 2021 waren in Tirol rund 1200 Menschen von Opioidsucht betroffen – über die Hälfte der Betroffenen befindet sich in einer Opioidsubstitutionsbehandlung. Die in Tirol am häufigsten konsumierte illegale Droge ist Cannabis. Laut einer Befragung von Schülerinnen und Schülern der neunten und zehnten Schulstufe hat rund ein Viertel mindestens einmal Cannabis konsumiert. In den Opioidkonsum steigen indessen immer weniger junge Menschen ein. Wie Polizei-Anzeigen, Abwasseranalysen, dem Drug-Checking und dem Behandlungsbereich zu entnehmen ist, hat die Bedeutung von Kokain als Partydroge in Tirol seit dem Jahr 2010 zugenommen.

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Anlässlich des gestrigen internationalen Tages gegen Drogenmissbrauch hat Soziallandesrätin Gabriele Fischer (Grüne) angekündigt, dass die Drogenarbeit Z6, die sich speziell an drogenkonsumierende Jugendliche und junge Erwachsene sowie deren Bezugspersonen richtet, ihr Angebot mit dem 1. Juli ausbaut. Konkret erweitert werden die Projekte „MDA (Mobile Drogenarbeit) geht auf die Straße“, „MDA Lastenrad“ und „Walk About“. Das Land Tirol fördert diese für 2022 und 2023 mit insgesamt rund 190.000 Euro.

Das Team des MDA basecamp der Drogenarbeit Z6 ist seit dem Jahr 2001 regelmäßig mit einem Informations- und Beratungsstand in Clubs, auf Musikevents und Festivals in Tirol unterwegs. Dort werden Informationen zu drogenrelevanten Themenbereichen vermittelt und gemeinsam mit den jungen Erwachsenen der eigene Konsum reflektiert. Bei der Initiative „MDA geht auf die Straße“ kooperiert das MDA basecamp mit der mobilen Jugendarbeit (MOJA) in den Tiroler Gemeinden, um so auf bereits bestehende Beziehungen zu Klientinnen und Klienten aufzubauen. Beim Angebot „MDA Lastenrad“ sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Informationsmaterial, Safer-Use-Artikeln, Wasser und Obst auf einem mobilen Lastenrad im Großraum Innsbruck unterwegs.

Das Angebot „Walk About“ verfolgt das Ziel, positive Veränderungen problematischer Verhaltensweisen im Zusammenhang mit Drogenkonsum zu stärken. Mit erlebnispädagogischen Aktionen im Gruppen- oder Einzelsetting – wie Klettern, Mountainbiken, Bergwandern oder Abenteuerspielen – sollen Jugendliche und junge Erwachsene nicht alltägliche Erfahrungen machen, die zu einer intensiven Auseinandersetzung mit sich selbst und der Gruppe anregen. Erarbeitet werden dabei Themen wie Drogenkonsum, Gruppendynamik, Suchtentstehung, Selbstwahrnehmung oder das Erkennen von Risiken und Grenzen. (TT)

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