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Liste Fritz legt sich fest: Haselwanter-Schneider wird Spitzenkandidatin

Andrea Haselwanter-Schneider wieder Spitzenkandidatin und somit einzige Frau an Polit-Front. Regierung? Jein.

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Parteiobfrau Andrea Haselwanter-Schneider während einer Pressekonferenz der Liste Fritz am Montag.
© EXPA/JOHANN GRODER

Innsbruck – Die Liste Fritz strafte gestern alle Spekulationen Lügen: Erneut wird Andrea Haselwanter-Schneider für die Oppositionspartei von Listengründer Fritz Dinkhauser als Spitzenkandidatin in die kommende Landtagswahl gehen. Insbesondere nachdem Haselwanter-Schneider im Februar dieses Jahres die Klubobfrau-Funktion an Sint übergeben hatte, war darüber spekuliert worden, Sint könnte auch die Kapitänsschleife für den Urnengang am 25. September übernehmen.

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Die Liste Fritz hat damit den ihr von den anderen Parteien aufgelegten Elfmeter dankend angenommen. Denn mit Haselwanter-Schneider wird die Liste Fritz als einzige aller (bisher bekannten) wahlwerbenden Gruppierungen eine Frau ins Rennen schicken. Und somit hole man auch in der Geschlechterfrage „wieder einmal für die anderen die Kohlen aus dem Feuer“, merkte Sint süffisant an.

Sint wird die Nummer zwei. Ungeachtet dessen verstehen sich beide – die Liste Fritz verfügt aktuell nur über zwei Mandate im Landtag – weiterhin als „eingespieltes Team“. Oder, wie es Haselwanter-Schneider zum gestrigen Wahlkampfauftakt bildlich formulierte: „Zwei Top-Stürmer mit Zug zum Tor.“

Auf ein Wahlziel wollen sich beide nicht festlegen lassen. Weder in Mandaten noch in Prozentpunkten. Stärker werden lautet das wenig überraschende Motto. Weit mehr ließ man gestern schon mit einer anderen Ankündigung aufhorchen. Das Oppositions-Dogma ist bei der Liste Fritz keines mehr. „Wir sind bereit für die Regierung“, kündigte Sint an. Eine ohne die ÖVP, wie Haselwanter-Schneider präzisierte. Denn die Schwarzen hätten sich eine Auszeit auf der Ersatzbank verdient, sagten beide. Sofern das Angebot passe, sei man nach der Wahl für Regierungsverhandlungen bereit, so Sint: „Als Bettvorleger, so wie andere, werden wir uns aber nicht präsentieren.“ Ob die FPÖ mit Markus Abwerzger oder die SPÖ mit Georg Dornauer ihnen lieber wäre, ließ Sint unbeantwortet. Er riet allen Parteien dazu, sich nicht bereits am Wahlabend koalitionstechnisch einzumauern, sondern sich alle rechnerischen Optionen genau zu überlegen. Tirol brauche Veränderung, diese sei mit der ÖVP nicht zu machen, so die Liste Fritz. Sie selbst will mit Sozialthemen (Bsp.: Pflege) sowie dem Kampf gegen die Teuerung und den „Ausverkauf Tirols“ punkten.

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Eine Bestätigung der Nominierung Haselwanter-Schneiders und Sints ist übrigens nicht mehr nötig, hieß es gestern. Der Vorstand habe dies einstimmig beschlossen. Den „Bürgertag“ will man Anfang September abhalten. (mami)


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