Innsbruck

Projekt in Innsbruck: Gemeinsam geht auch beim Gehen vieles leichter

Am 7. Juli um 15 Uhr lädt Dagmar Eder im Hotel Charlotte in Amras erstmals zu einem gemütlichen Beisammensein und Austausch für Menschen, die, wie sie selbst, „etwas gehbehindert“ sind.
© Domanig

Eine Innsbruckerin will eine Art Stammtisch für Menschen starten, die nicht mehr so mobil sind und daher weniger unter Leute kommen.

Von Michael Domanig

Innsbruck – Wie viel Energie, Lebensfreude und Engagement für andere Menschen man auch in einem fortgeschritteneren Lebensalter noch an den Tag legen kann, beweist Dagmar Eder aus Innsbruck: Im 82. Lebensjahr sprüht die ehemalige Geschäftsfrau – sie betrieb rund 40 Jahre lang das „Speckladele“ in der Innsbrucker Altstadt – mehr denn je vor frischen Ideen. Nun möchte Frau Eder ein weiteres Projekt in Gang bringen – nämlich eine Art Stammtisch bzw. ein geselliges Beisammensein für Menschen, die, wie sie selbst, „etwas gehbehindert“ sind. Ihr Vorschlag: „Einmal im Monat trifft man sich gemütlich bei Kaffee und Kuchen im Hotel Charlotte in Amras, um Erfahrungen auszutauschen.“ Es gehe darum, Gemeinschaft und zwischenmenschlichen Austausch in einer lockeren Atmosphäre zu erleben. Schließlich kämen Menschen, die in ihrer Mobilität schon etwas eingeschränkt sind – etwa wegen Schmerzen im Knie, in der Hüfte oder im Kreuz –, oft weniger unter Leute als früher. Genau hier möchte Frau Eder ansetzen.

In weiterer Folge wäre es für sie z. B. auch vorstellbar, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gemeinsam kleine Spaziergänge unternehmen, Museen oder Ausstellungen besuchen, zusammen auf den Friedhof gehen oder dergleichen. Was ihr wichtig ist: Das Ganze soll kein (Senioren-)Verein und keine medizinische Fachberatung sein (auch wenn es denkbar wäre, auch einmal einen Arzt oder eine Ärztin beizuziehen), sondern einfach „eine Idee, die vielleicht Erfolg haben könnte“. Nach einer Operation leidet Frau Eder, früher sehr sportlich, selbst unter einer Neuropathie, sie kennt also die Problemlage.

Die erste lockere Zusammenkunft ist für Donnerstag, den 7. Juli, um 15 Uhr im Hotel Charlotte (Philippine-Welser-Straße 88a) geplant, Betroffene und Interessierte können einfach ohne Anmeldung vorbeischauen. „Wenn auch Jüngere kommen, wäre das natürlich nett“, ergänzt Frau Eder – und hofft auf einen gelungenen Auftakt.

Auch bei einem weiteren Herzensanliegen möchte die Innsbruckerin nicht lockerlassen. Sie setzt sich, wie bereits berichtet, für die Errichtung eines Tagescafés am Pradler Friedhof ein, ebenfalls gedacht als Treffpunkt und Ort des Austauschs besonders für ältere Menschen. Auch wenn laut Stadtpolitik und Friedhofsverwaltung eine rasche Umsetzung aus budgetären Gründen derzeit nicht zu erwarten ist: Frau Eders Idee hat zumindest schon einmal eine Diskussion in Gang gesetzt.

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