Entgeltliche Einschaltung

Positiver Corona-Test während Schulreise: Was in so einem Fall zu tun ist

Corona-krank bei einer Sprach- oder Sportwoche: Was passiert in so einem Fall? Wer ist zuständig?

  • Artikel
  • Diskussion
Was ist, wenn ein Corona-Test bei einer Sportwoche nicht negativ ist? Das kann in Sachen Rücktransport große Probleme bringen.
© imago

Von Karin Leitner

Entgeltliche Einschaltung

Wien – Skikurse, Sprachreisen, Sportwoche. Das war Schülern und Lehrern pandemiebedingt untersagt. Nun hat es derlei Veranstaltungen wieder gegeben. Was passiert aber, wenn Kinder oder Pädagogen vor Ort an Corona erkranken, gar im Ausland? Wie kommen sie zurück, wer bringt sie zurück? Gibt es zentrale Vorgaben, also des Bildungsministeriums? Oder föderale, also der Bildungsregion des jeweiligen Bundeslands? Oder ist das Sache der jeweiligen Schule?

Bei der TT ist dahingehend angefragt worden. Was ist, wenn ein Lehrer im Ausland erkrankt, ein Corona-Test positiv ist, begleitet von schweren Symptomen? Nach bestehender Rechtslage müsste er sich in Quarantäne begeben, also allein vor Ort bleiben. Wer organisiert und bezahlt den Rücktransport? Infiziert darf sich ja niemand in einen Zug setzen. Und wie ist das bei infizierten Schülern? Muss – es ist ja nicht ein Urlaub, sondern eine Schulveranstaltung – der Dienstgeber Staat nicht helfen und haften?

„Schulen entscheiden autonom"

Die Tiroler Tageszeitung hat im Ministerium nachgefragt. Was Schülerinnen und Schüler anlangt, wird gesagt: „Im Vorfeld einer solchen Veranstaltung müssen die Eltern unterschreiben, dass sie im Falle eines positiven Tests des Kindes dafür sorgen, dass dieses abgeholt wird.“ Das täten die Eltern meist selbst. Auch wenn die Schülerin oder der Schüler sprachlernend in Cambridge, also sehr weit weg ist? „Auch dann.“

Und wie ist das bei den Lehrern? „In Zeiten von Corona hat das Bildungsministerium den Schulen eine Risikoabschätzungsanalyse zur Verfügung gestellt – mit Punkten, die sie vor einer Reise gemeinsam mit allen Reisenden beachten sollten. Dazu gehört auch eine Storno- oder Reiseversicherung.“ Es obliege den Schulen, „autonom zu entscheiden, wie sie das handhaben, außer nationale Regelungen geben im Kontext der Pandemie etwas anderes vor“.

Der Punkt ist freilich bei Corona: Anders als bei einem Beinbruch oder einer sonstigen Erkrankung ist eine übliche Rückholung wegen der Ansteckungsgefahr schwierig bis unmöglich.


Kommentieren


Schlagworte

Entgeltliche Einschaltung