Deutschland

Zu- und Abwanderungen in Deutschland nähern sich Niveau vor Corona

Insgesamt gab es 2021 1,32 Millionen Zuzüge üder die Grenzen Deutschlands.
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Knapp 330.000 Personen zogen 2021 mehr nach Deutschland als wegzogen.

Wiesbaden – Im vergangenen Jahr sind knapp 330.000 Personen mehr nach Deutschland zugezogen als fortgezogen. Damit näherte sich die Nettowanderung wieder dem Niveau vor der Corona-Pandemie, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Im ersten Corona-Jahr 2020 hatte es nur 220.000 mehr Zu- als Fortzüge gegeben.

Insgesamt gab es 2021 rund 1,32 Millionen Zuzüge und 994.000 Fortzüge über die Grenzen Deutschlands. 2020 waren rund 1,19 Millionen Zuzüge und 966.000 Fortzüge registriert worden. Damit sind 2021 rund zwölf Prozent mehr Personen zu- und drei Prozent mehr fortgezogen als 2020.

Unter den Zugezogenen waren rund 1,14 Millionen Ausländerinnen und Ausländer; unter den Weggezogenen waren 746.000 ohne deutschen Pass. Die höchsten Wanderungsüberschüsse innerhalb Europas wurden aus Rumänien, der Türkei und Bulgarien verzeichnet. Unter den asiatischen Staaten dominierten Nettozuwanderungen aus Syrien und Afghanistan.

"Bei Personen mit deutscher Staatsangehörigkeit ist seit 2004 stets eine Nettoabwanderung festzustellen", berichtete das Amt. 2021 betrug der "Abwanderungsverlust" 64.000 Personen. Die Schweiz, Österreich und die USA waren dabei die Hauptzielländer. In der Pandemie nahmen die Fortzüge Deutscher nach Paraguay und Schweden am meisten zu.

Innerhalb Deutschlands wurden 1,06 Millionen Wanderungen über Bundeslandgrenzen registriert. Dies waren drei Prozent mehr als im Vorjahr. Brandenburg profitierte mit einem positiven Saldo von 17.000 Personen am meisten von innerdeutschen Wanderungen, gefolgt von Schleswig-Holstein sowie Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern. Baden-Württemberg sowie Hamburg und Berlin verloren dagegen die meisten Einwohnerinnen und Einwohner an andere Bundesländer. (dpa)

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