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Der neue Pragmatismus im Umgang Österreichs mit der Türkei

Handschlag mit Recep Tayyip Erdogan: am Montag Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (l., ÖVP), heute Bundeskanzler Karl Nehammer.
© APA

Nehammer trifft Erdogan in Madrid. Politologe Günay sieht die Annäherung auch durch den Abgang von Sebastian Kurz begünstigt.

Von Wolfgang Sablatnig

Wien, Ankara, Madrid – Noch vor einem Jahr stieß der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan einen Fluch gegen Österreich aus und attackierte den damaligen Innenminister Karl Nehammer (ÖVP). Heute Abend treffen Erdogan und der zum Bundeskanzler aufgestiegene Nehammer am Rande des NATO-Gipfels in Madrid zusammen. Die Signale stehen auf Entspannung. Die Gründe dafür liegen auf beiden Seiten, erklärt der Politologe Cengiz Günay. Ein Punkt dabei sei das politische Ende von Sebastian Kurz.

„Kurz hat ehrliche Kritik an Erdogan mit einer kulturalistischen und Anti-Migrations-Haltung vermischt“, sagt der Leiter des Österreichischen Instituts für Internationale Politik (OIIP) über den früheren Außenminister und Bundeskanzler. Nach dessen Rücktritt gebe es neue Chancen. Günay zur TT: „Ich hoffe, dass man erkennt, dass die ständige Polarisierung nicht hilfreich ist, auch nicht für die Integration in Österreich.“

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