Osttirol

Virger Bildhauer-Festival ist lautstark zurück

Gerold Leitner, Othmar Trost, Marko Kostner, Michael Lang, Harald Weiskopf, Albert Dschullnig und Hannes Seebacher (v. l.) arbeiten und feiern heuer beim Skulptour-Bildhauersymposium in Virgen.
© Blassnig

Von Christoph Blassnig

Virgen – Die Männer mit ihren schweren Werkzeugen haben wieder ihre Arbeitskojen bezogen: Zwei Wochen lang findet in Virgen aktuell das Bildhauersymposium „Skulptour 2022“ statt. Stein- und Holzbildhauer, Maler, Autoren, Musiker und ein Spitzenkoch, der in seiner Freizeit auch „noch“ malt, servieren in einem ehemaligen Sägewerk an der Isel Früchte ihrer Arbeit.

„Es wurde Zeit, dass wir nach zwei Jahren Zwangspause alle wieder zusammenkommen können“, sagt Michael Lang, Steinbildhauer aus Virgen. Das Osttiroler Künstlerkollektiv bestehend aus Mario Berger, Michael Lang, Othmar Trost, Harald Weiskopf und Gerold Leitner hat heuer den in Südtirol lebenden Holzbildhauer Marko Kostner und den aus Kufstein stammenden Installationskünstler Hannes Seebacher als Gäste in das Virgental eingeladen.

Marko Kostner schneidet und sägt nach seinem eigenen Entwurf die mannshohe Statue eines Mannes, der einen Telefonhörer trägt, aus einem meterlangen Stamm. „Wir wollen die vergangenen zwei Jahre als Anstoß für unsere Arbeiten nutzen“, sagt Kostner. Sein Werk trägt den Titel „Klaustrophobie“. Hannes Seebacher versucht eine „Transplantation“: „Wir alle sind unterwegs und lassen uns an anderen Orten wieder nieder.“ Die Fläche von einigen Quadratmetern an Virgentaler Boden samt den darauf befindlichen Pflanzen mit ihren Wurzeln will Seebacher am Stück entnehmen und in seine Wahlheimat Kiefersfelden übersiedeln. Ein Stück bewachsener Mutterboden desselben Ausmaßes soll von dort in das Virgental gebracht werden. Die entstandenen Lücken werden also mit dem Inhalt des jeweils anderen Ortes gefüllt. „Wir werden sehen, wie die Natur mit diesem Experiment umgeht.“

Am Freitag, 1. Juli, liest ab 18.30 Bernhard Aichner aus seinem neuen Roman „Brennweite“. Haubenkoch Albert Dschullnig bereitet Köstlichkeiten mit heimischem Wildfleisch zu. Am Samstag, 9. Juli, werden 800 Besucher zum Skulptour-Abschlussfestival erwartet. Die neu entstandenen Kunstwerke werden präsentiert, unter anderem spielt die Heavy-Metal-Tributeband Iron Maidnem.

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Catharina Oblasser

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