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Ans Aufhören nicht zu denken: Schauspieler Friedrich von Thun wird 80

60 Jahre auf der Bühne und vor der Kamera: Der deutsche Schauspieler Friedrich von Thun feiert heute seinen 80. Geburtstag.

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Beim „Bulle von Tölz“ oder an der Seite von Senta Berger in „Die schnelle Gerdi“: Friedrich von Thun schauspielert seit 60 Jahren.
© imago

München – Krimis, Serien, Dramen, Komödien, „Benjamin Blümchen“ und „Die Häschenschule“ – Friedrich von Thun gilt als enorm vielfältig. Heute wird der deutsche Schauspieler 80 – und denkt erst gar nicht ans Aufhören. „Ich habe das Glück, gerade mit viel Vergnügen meinem Beruf nachgehen zu können“, sagte er der deutschen Presse anlässlich seines Geburtstags.

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Derzeit steht der Münchner für seine Hauptrolle in der ARD-Reihe „Zimmer mit Stall“ vor der Kamera, Anfang des Jahres war er im ZDF-Sechsteiler „Der Palast“ zu sehen, zu Ostern hörte man ihn als Lehrer im Animationsfilm „Die Häschenschule – Der große Eierklau“. Von Thun ist schwer beschäftigt – und will es auch bleiben, noch lange wolle er seine Aufgaben mit Würde leisten können, erklärte von Thun in einem Interview.

Der berühmte Schauspieler hat eine bewegte Vergangenheit. Er wurde 1942 in Kwassitz im heutigen Tschechien geboren. 1945 wurde seine Familie dort interniert und floh 1948 nach Österreich, wo er im steirischen Seckau ein Internat besuchte. Nach dem Abitur studierte er in München Germanistik sowie Theaterwissenschaften und nahm nebenbei Schauspielunterricht – seine wahre Berufung, die er ab 1962 mit seiner ersten Rolle an den Münchner Kammerspielen im Drama „Gewitter am See“ auch ausleben durfte.

Seit rund 60 Jahren steht der Münchner also auf der Bühne und vor der Kamera. Bekannt sind seine Auftritte in Serien wie „Der Bastian“, „Die Verbrechen des Professor Capellari“, „Der Bulle von Tölz“ oder an der Seite Senta Bergers in „Die schnelle Gerdi“. Auch in unzähligen Filmen spielte er mit, im Vietnam-Kriegsdrama „O.K.“ etwa, in der Literaturverfilmung „Eine blassblaue Frauenschrift“ oder in der Komödie „Helen, Fred und Ted“, die ihm 2007 den Bayerischen Fernsehpreis einbrachte. Nebenbei drehte von Thun Dokumentarfilme. Und Steven Spielberg engagierte ihn als SS-Obersturmführer für das oscarprämierte Holocaust-Drama „Schindlers Liste“.

Seine Leidenschaft für Film und Theater hat von Thun vererbt: Sein Sohn Max („Waldgericht – Ein Schwarzwaldkrimi“) schauspielert auch. (TT, dpa)


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