Arbeitskräfte

WKÖ fordert Sofortmaßnahmen gegen Arbeitskräftemangel im Tourismus

WKÖ-Chef Mahrer sieht den Arbeitskräftemangel für die heimischen Tourismusbetriebe "mittlerweile ein existenzielles Problem, das sich durch Corona noch verschärft hat".
© APA/ROLAND SCHLAGER

Eine fraktionsübergreifende Forderung an die Regierung wurde einstimmig im Wirtschaftsparlament beschlossen. Laut WKÖ-Chef Mahrer sei die Einigkeit bei dem Antrag, der heute übermittelt wurde, ein "starkes Signal".

Wien – Im heimischen Tourismus sind viele Jobs unbesetzt. Im Wirtschaftsparlament der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) sei nun eine fraktionsübergreifende Forderung an Regierung zum Arbeitskräftemangel in der Branche beschlossen worden, teilte die Kammer Donnerstagnachmittag der APA mit. Notwendig seien "Sofortmaßnahmen" für die laufende Sommersaison.

Österreichischer Wirtschaftsbund (ÖWB), Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband (SWV), Liste Industrie, Freiheitliche Wirtschaft (FW), Grüne Wirtschaft, UNOS sowie die Fachliste der gewerblichen Wirtschaft forderten die Bundesregierung und das österreichische Parlament auf, "temporäre Sofortmaßnahmen zur Behebung des unmittelbaren Arbeitskräftemangels im Tourismus für die Sommersaison 2022" zu setzen. Der Antrag sei heute an die Bundesregierung sowie das Parlament übermittelt worden.

"Dass dieser Antrag fraktionsübergreifend, ohne einzige Gegenstimme, beschlossen wurde, ist ein starkes Signal und unterstreicht Bedeutung und Dringlichkeit des Themas", betonte WKÖ-Präsident Harald Mahrer. Der Arbeitskräftemangel sei für die heimischen Tourismusbetriebe "mittlerweile ein existenzielles Problem, das sich durch Corona noch verschärft hat". Der Druck auf die Betriebe und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sei enorm.

"Um weiterhin das hohe Qualitätsniveau für in- und ausländische Gäste halten zu können, müssen wir jetzt gezielt und rasch gegensteuern und Akutmaßnahmen setzen", mahnte Mahrer. "Das ist das Gebot der Stunde und entscheidend für den gesamten Standort, denn der Tourismus sichert Arbeitsplätze und Wertschöpfung in den Regionen."

Laut aktuellem WKO-Arbeitskräfteradar 2022 sind derzeit rund 81 Prozent aller Betriebe im Tourismus und der Freizeitwirtschaft "stark" oder "sehr stark" vom Arbeitskräftemangel betroffen. (APA)

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