Krieg in Ukraine

Rechtliche Basis für Vermietungen: Mietverträge auf Ukrainisch sind gefragt

Viele haben Geflüchtete in ihren privaten Häusern aufgenommen.
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Innsbruck, Wien – Eine Welle der Hilfsbereitschaft rollt seit dem Ausbruch des Ukraine-Krieges durch Österreich. Nicht nur unzählige Hilfsaktionen sind angelaufen, zahlreiche Österreicherinnen und Österreicher haben sich auch bereit erklärt, flüchtende aus der Ukraine in ihren privaten Häusern, Wohnungen oder Zimmern unterzubringen. Doch auch dafür braucht es entsprechende vertragliche Vereinbarungen.

Damit diese von beiden Seiten verstanden werden, hat ein Mitgliedsbetrieb des Verbandes der österreichischen Sprachdienstleistungsunternehmen AATC gemeinsam mit Experten und Expertinnen der Wirtschaftskammer Tirol und dem Verein „Mannersdorf hilft“ einen Mustervertrag für kurzfristig und jederzeit kündbare Mietverhältnisse in den Versionen Deutsch – Ukrainisch und Deutsch – Russisch erstellt. Dieser kann auf der Webseite www.aatc.biz gratis heruntergeladen werden.

Die Word-Vorlagen lassen sich auch selbstständig bearbeiten, sollen aber in erster Linie als Orientierungshilfe dienen, erklären AATC-Vizepräsident und Initiator Hermann Covi: „Trotz sorgfältiger Prüfung und Abstimmung seitens des AATC und der beteiligten Expert*innen erfolgt die Verwendung der Musterverträge auf eigene Verantwortung.“ Das Interesse und die Nachfrage nach den Mietverträgen ist groß. Bisher seien diese bereits über 500-mal heruntergeladen worden. „Wir sind froh, dass das Angebot angenommen wird und wir so einen kleinen Beitrag zur Vereinfachung der mit der privaten Unterbringung von Flüchtenden verbundenen Rechtsthemen leisten können.“ (ecke)

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