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"Absichtlicher russischer Terror": Bomben als Druckmittel

Die Ukraine wirft Russland gezielte Angriffe auf Wohnviertel sowie den Einsatz von international geächteten Streu- und Phosphorbomben vor.

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Luftschutzkeller in der Hafenstadt Odessa. Obwohl weitab der Frontlinie, müssen sich die Menschen auch dort schützen.
© imago

Kiew – Aus der Ukraine häufen sich zuletzt Berichte über Luftangriffe auf Wohnhäuser und andere zivile Einrichtungen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach nach dem Angriff auf Odessa – weitab der Frontlinie – von einem „absichtlichen, gezielten russischen Terror“. Ein weiterer Angriff auf ein Wohngebiet wurde gestern aus der Stadt Slowjansk im Osten gemeldet. Dem Bürgermeister zufolge wurde dabei Streumunition eingesetzt.

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„Es ist eine neue Taktik Russlands: Wohnviertel zu attackieren und Druck auf westliche politische Eliten auszuüben, um die Ukraine zu zwingen, sich an den Verhandlungstisch zu setzen“, sagte der ukrainische Präsidentenberater Mychajlo Podoljak. Moskaus Taktik bestehe darin, die Welt so zu erschrecken, dass sie sage: „Tut alles, was sie wollen. Hauptsache, dieser Horror geht nicht weiter, damit wir ihn nicht jeden Tag auf den Seiten unserer Zeitungen oder im Fernsehen sehen.“

Indessen greifen die russischen Truppen im Osten weiter an. Den Berichten zufolge setzen sie weiterhin auf massiven Artilleriebeschuss, bevor Bodentruppen nachrücken. Die Stadt Lyssytschansk soll nun vollständig umzingelt sein.

Neben Streubomben soll Russland auch die – ebenfalls geächteten – Phosphorbomben verwenden. Die Ukraine legte ein Video vor, das einen solchen Einsatz auf der Schlangeninsel zeigen soll. (TT, dpa, APA)


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