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Anhaltende Dürre: Italien beschließt Notstand in fünf Regionen

Vor allem Norditalien erlebt derzeit heftige Trockenheit. Bis zum 31. Dezember dieses Jahres gilt nun in der Lombardei, dem Piemont, der Emilia-Romagna, Venetien sowie Friaul-Julisch Venetien der Notstand.

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Ein völlig ausgetrockneter Flusslauf nahe Linarolo.
© APA/AFP/PIERO CRUCIATTI

Rom – Die italienische Regierung um Premier Mario Draghi hat am Montagabend den Ausnahmezustand wegen der Wasserknappheit in fünf norditalienischen Regionen ausgerufen. Bis zum 31. Dezember dieses Jahres gilt demnach in der Lombardei, dem Piemont, der Emilia-Romagna, Venetien sowie Friaul-Julisch Venetien im Zusammenhang mit dem Wassermangel der Notstand.

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35 Millionen Euro zur Eingrenzung der negativen Auswirkungen der seit Monaten anhaltenden Dürre locker gemacht, wie es nach einer Ministerratssitzung hieß. Den größten Betrag – 10,9 Millionen Euro – erhält die Region Emilia Romagna, in der sich die Mündung des Flusses Po befindet.

Vor allem Norditalien erlebt derzeit heftige Trockenheit. Große Seen wie etwa der Gardasee führen deutlich weniger Wasser als normalerweise zu dieser Jahreszeit. Der Wasserstand im Fluss Po – der längste Strom Italiens – ging so weit zurück, dass an der Meermündung Salzwasser kilometerweit in das Flussbett drang. Der Pegel ist an manchen Stellen so niedrig wie seit 70 Jahren nicht mehr. Große Seen wie etwa der Gardasee führen deutlich weniger Wasser als normalerweise zu dieser Jahreszeit. Städte wie Pisa und Verona schränkten unlängst die Wassernutzung ein. Venedig und Mailand drehten einen Teil der Brunnen ab.

Nach Angaben des Bauernverbands Coldiretti befinden sich 270.000 Landwirtschaftsbetriebe in den von der Dürre betroffenen Regionen. "Die Wasserknappheit ist ein nationaler Notstand!", sagte der Chef des Bauernverbands, Ettore Prandini.

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Wegen der anhaltenden Wasserknappheit könnte der Ausnahmezustand bald auch in den mittelitalienischen Regionen Toskana, Umbrien und Latium beantragt werden. (APA, dpa, TT.com)


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