Entgeltliche Einschaltung

Debatte um Lehrlinge in Schwaz: „Ein Geldregen löst nicht das Problem“

  • Artikel
  • Diskussion
Im Schwazer Gemeinderat gehen die Wogen hoch, wenn es darum geht, wie man am besten Lehrlinge honoriert und Lehrplätze attraktiviert. (Symbolbild)
© iStock

Schwaz – Wie man Anreize für eine Lehre schafft und Lehrlinge wertschätzt, sorgte in der jüngsten Gemeinderatssitzung in Schwaz für eine hitzige Debatte. Der Antrag von Team Lintner (VP) zu einer 1000-€-Förderung für gute und sehr gute Lehrabschlüsse wurde zurück in die Ausschüsse verwiesen. Die anderen Fraktionen wollten weiter beraten und keine „Schnellschüsse“ beschließen – die TT berichtete.

Entgeltliche Einschaltung

Die nächste Sitzung ist erst nach der Sommerpause, doch nun prescht die Liste „Wir für Schwaz“ vor. „Nur nach dem Gießkannenprinzip Geld zu verteilen, hat keinen Lenkungseffekt. Ein Geldregen löst das Problem nicht“, sagt VBM Martin Wex. Man müsse die Wertschätzung für junge Menschen und diese Ausbildungsform mit anderen Initiativen erhöhen.

„Es gibt bereits viele tolle Initiativen, durch die das Bewusstsein für den Wert eines Lehrberufs bei Jugendlichen und Eltern gestärkt werden soll, diese gehören weiter ausgebaut und gefördert“, sagt Wex. Für ihn sei es aber immer noch primär die Aufgabe der Unternehmen, attraktive Angebote für Mitarbeiter zu schaffen. Als Stadt könne man aber „unterstützend“ etwas beitragen, indem etwa günstige Wohnmöglichkeiten oder die Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln sichergestellt werden.

Wex schlägt weiters vor: „Warum richten wir nicht einen Lehrabschlussball für alle, die in unserer Stadt diesen Ausbildungsweg abschließen, aus?“ So könne man Lehrlinge analog zu den Maturabällen vor den Vorhang holen und ihnen als Stadt Anerkennung schenken. (TT,emf)


Kommentieren


Schlagworte

Entgeltliche Einschaltung