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Heu entzündete sich selbst: Bauernhof in Zell am Ziller wurde Raub der Flammen

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand das Bauernhaus bereits in Vollbrand. Untergebrachte Gäste und Mitbewohner konnten vom Besitzer rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden. Eine Heu-Selbstanzündung gilt als wahrscheinliche Brandursache.

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Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand das Gebäude bereits in Vollbrand.
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Zell am Ziller — Es war eines der immer rarer werdenden schönen alten Bauernhäuser. Jetzt liegt es großteils in Schutt und Asche. Doch es hätte noch schlimmer kommen können für eine bäuerliche Großfamilie und 14 Feriengäste beim Großbrand am Mittwochabend neben der B169 in Zell am Ziller. „Um 17.12 Uhr wurden wir alarmiert. Während der Anfahrt habe ich nachalarmiert, weil man die schwarze Rauchsäule schon von Weitem sah“, sagt Einsatzleiter Stefan Armellini von der Feuerwehr Zell am Ziller. Am Freitag wurde mitgeteilt, dass eine Heu-Selbstentzündung im süd-westlichen Bereich der Scheune mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit den Brand ausgelöst hatte.

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📽️ Video | Großeinsatz in Zell am Ziller: Bauernhof stand in Vollbrand

Beim Eintreffen der Feuerwehr stand das Wirtschaftsgebäude bereits in Vollbrand. Der 67-jährige Seniorbesitzer, der den Brand entdeckt hatte, hatte seine 14 Kühe noch schnell ins Freie gebracht. „Und die Schwiegertochter konnte drei Gäste, die sich in einer der Ferienwohnungen im Bauernhaus befanden, noch rechtzeitig alarmieren“, weiß Bürgermeister Robert Pramstrahler. Die meisten der 14 Urlauber des liebevoll für Gäste restaurierten Bauernhauses waren noch unterwegs. Die Hofbesitzer leben in den beiden umliegenden Häusern. „Wir mussten schauen, dass wir die Leute, die noch Sachen aus dem Haus holen wollten, vom Brandobjekt wegbekommen“, schildert Armellini.

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Es sollte eine lange Nacht werden für viele der 199 Feuerwehrkräfte von zwölf Wehren aus Zell und Umgebung sowie aus Schwaz (Atemschutzfahrzeug) und Jenbach (Hubsteiger). Mit bis zu 200 Sekundenliter Wasser wurde zu Spitzenzeiten gelöscht, weil die Flammen wegen des starken Nordwinds auf das Wohnhaus übergriffen. Innen wurde mit Atemschutz gelöscht, Kranfahrzeuge kamen zum Einsatz, um Stroh, Heu und Balken aus dem brennenden Stall zu holen. Gegen 22 Uhr konnte vorläufig „Brand aus“ gemeldet werden. Gegen 23 Uhr sowie 6 Uhr musste nochmals nachgelöscht werden.

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Die Urlaubsgäste konnten in Ersatzunterkünften untergebracht werden, die Kühe bei einem benachbarten Bauern. Laut Polizei wurden vier Schweine und zwei Hasen getötet, eine Person habe sich am Fuß verletzt.


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