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Volkshilfe möchte Kinderarmut in Österreich abschaffen

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Innsbruck – Die grassierende Teuerung trifft insbesondere Familien schwer. Wenn die Eltern arm sind, bekommen das auch ihre Kinder massiv zu spüren. 368.000 Heranwachsende waren im Vorjahr von Armut betroffen – Tendenz steigend. Allein in Tirol sind 14.000 Kinder und Jugendliche armuts- oder ausgrenzungsgefährdet.

Darauf möchte die Volkshilfe mit ihrer Tour durch Österreich aufmerksam machen. Gestern präsentierte die Organisation in Innsbruck ihre Vorschläge zur Bekämpfung der Kinderarmut. Primäres Ziel ist die Einführung einer Kindergrundsicherung, wofür gestern auch Unterschriften gesammelt wurden.

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„Wenn das Geld fürs Essen nicht mehr reicht, läuft politisch etwas falsch“, sagt Kerstin Egger, Geschäftsführerin der Volkshilfe Tirol. Zur Bekämpfung der Kinderarmut fordert die Volkshilfe zum einen eine monatliche Zahlung von 200 Euro für alle Kinder in Österreich. Zusätzlich sollen bis zu 425 Euro – abhängig vom Familieneinkommen – ausbezahlt werden.

Nach Angaben der Volkshilfe belaufen sich die Kosten für die Kindergrundsicherung auf rund 2 Milliarden Euro pro Jahr. Stellt sich die Frage, wie dieses Konzept finanziert werden soll. „Statt Steuergeschenken für die Reichen könnte man jetzt geborenen Kindern 14 Jahre lang eine Kindheit ohne finanzielle Sorgen schenken“, so Erich Fenninger, Direktor der Volkshilfe. Zudem verweist er auf das versprochene Antiteuerungspaket der Regierung, das mit 28 Milliarden Euro viel höhere Ausgaben verursache. „Mit deutlich geringeren Kosten könnten wir gezielt Armut bekämpfen und Kindern ein Leben ohne finanzielle Sorgen ermöglichen“, erklärt Fenninger. (raul)

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