Notfall-App ortet Bergsportler: Große Hilfe bei Rettungseinsätzen
Innsbruck – In Tirol gibt es jedes Jahr 8500 alpine Notfälle. Für die Retter ist es ein entscheidender Vorteil, im Ernstfall zu wissen, wo sich ein Sportler befindet. Die SOS-EU-ALP-App wurde nun um die Funktion der Standortübermittlung erweitert. Bergsportler können sich auch ohne Meldung eines Notfalls über die Anwendung am Smartphone einloggen. Ist die Funktion „Standortverlauf“ aktiviert, wird jeweils nach 100 zurückgelegten Metern die Position an einen Server übermittelt. Im Falle einer Suchaktion ohne Notruf durch den Verunfallten werden die übermittelten Standortdaten abgerufen und die Suche zielgerichtet gestartet, ohne dass die Rettungskräfte Detektivarbeit leisten müssen.
Nach Beendigung einer Tour meldet sich der Nutzer wieder ab. Die Standortdaten werden danach gelöscht, teilt das Land Tirol in einer Aussendung mit. Auf die Daten habe lediglich die Leitstelle Tirol im Falle eines Einsatzes Zugriff. Die neue Funktion ist auch in Bayern, derzeit jedoch noch nicht in Südtirol verfügbar.
Im ersten Halbjahr 2022 wurden der Leitstelle Tirol 240 alpine Notfälle über die App gemeldet.„Die Notfall-App ermöglicht raschere Hilfe vom Boden und aus der Luft. Außerdem erleichtert sie dem Leitstellenteam und vor allem den Rettungskräften die Arbeit ungemein“, ruft Bernd Noggler, Geschäftsführer der Leitstelle Tirol, alle Bergsportbegeisterten auf, die SOS-EU-ALP-APP zu verwenden. (TT)
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