Tiroler nehmen Inflation wahr, ÖGB sieht „Teuerungs-Tsunami“
Innsbruck – Im Rahmen der Kampagne „Preise runter“ hat der ÖGB eine nicht repräsentative Umfrage mit österreichweit rund 15.400 Teilnehmern durchgeführt. Demnach nehmen 98 Prozent der Befragten die Teuerung wahr, am stärksten in den Bereichen Mobilität, Energie und Lebensmittel. 77 Prozent der Teilnehmer hätten angegeben, ihre Ausgaben einzuschränken.
Dem ÖGB liegt auch eine Auswertung für Tirol vor: Demnach gaben 78 % der Befragten an, ihre Ausgaben einzuschränken, 24 % davon massiv. Die Tiroler gaben an, dass sie die Preissteigerungen vor allem im Bereich Mobilität, Heizen und Strom sowie bei den Lebensmitteln wahrnehmen. „Das ist keine Teuerungswelle mehr, das ist ein Tsunami!“, so Tirols ÖGB-Vorsitzender Philip Wohlgemuth. Angesichts des zu erwartenden weiteren Anstiegs der Inflation fordert der Gewerkschafter einen Energiepreisdeckel für Haushalte sowie eine Steuersenkung auf Treibstoff und Lebensmittel.
Zur Finanzierung müsse wie in Italien eine Sondersteuer auf Übergewinne eingeführt werden, fordert Wohlgemuth. Auch andere Länder wie Spanien, Portugal, Frankreich oder Norwegen würden es vormachen und die Preise bereits regulieren. „Es kann nicht sein, dass die einen Gewinne ohne Ende einstreichen und die anderen sich das Leben nicht mehr leisten können. Während Raffinerien ihre Gewinnmargen verdreifacht haben, zahlen die Menschen in unserem Land drauf“, betont der Tiroler ÖGB-Chef. (TT)
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