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Spritpreise steigen hierzulande weiter, langsamer Sinkflug in Deutschland

(Symbolfoto)
© IMAGO/Wolfgang Maria Weber

Wien – Die Spritpreise in Deutschland setzen ihren langsamen Sinkflug fort. Deutsches Superbenzin der Sorte E10 ist die fünfte Woche in Folge billiger geworden, wie aus Zahlen des ADAC vom Mittwoch hervorgeht. Bei Diesel ist es die dritte Woche. Hierzulande sind die Preise für Diesel und Benzin in der vergangenen Woche dagegen gestiegen.

In Österreich lag der von der e-Control ermittelte Medianpreis für Diesel am Dienstag bei 2,089 Euro, nach 2,067 eine Woche zuvor. Beim Benzin war es ein Zuwachs von 2,079 auf 2,095 Euro. Zum Vergleich: E10-Benzin kostete im deutschlandweiten Tagesdurchschnitt des Dienstags 1,826 Euro. Das waren 1,7 Cent weniger als eine Woche zuvor. Bei Diesel waren es 1,963 Euro – ein Rückgang um 2,6 Cent.

Treiber des Preisrückgangs in Deutschland dürfte unter anderem der Ölpreis sein, der seit einigen Wochen tendenziell nachgibt. Die Schwäche des Euro gegenüber dem Dollar bremst diesen Effekt allerdings. Die Entkopplung vom heimischen Rohöl- und Spritpreis dürfte sich nochmals verstärkt haben, sagte Martin Grasslober, Leiter Verkehrswirtschaft beim ÖAMTC, auf APA-Nachfrage. Er spielte damit auf eine Untersuchung der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) von letzter Woche an, die eine solche Entkopplung festgestellt hatte.

Ruf nach Erhöhung von Ethanol-Anteil in Österreich

Die Plattform Erneuerbare Kraftstoffe fordert wegen der hohen Spritpreise zudem die Einführung von E10 in Österreich. Der Anteil von Ethanol im Benzin soll demnach von aktuell fünf auf zehn Prozent (wie in Deutschland) erhöht werden, was im ÖVP-Grünen-Regierungsprogramm vorgesehen ist. Auch beim Diesel soll die Biokraftstoffbeimischung auf zehn Prozent erhöht werden, so die Plattform Erneuerbare Kraftstoffe in einer Aussendung. (APA/dpa)