Öffnung der Innsbrucker Stadtwohnungen für Mittelstand bleibt Gretchenfrage
Innsbruck – Am Dienstag fand in Innsbruck die breit aufgesetzte „Kick-off-Veranstaltung“ jener Arbeitsgruppe statt, die sich mit einer ebenso komplexen wie brisanten Frage beschäftigen soll – der Überarbeitung der Vormerk- und Vergaberichtlinien für städtische Wohnungen. Mit dabei waren neben der Politik u. a. auch Vertreter von gemeinnützigen Bauträgern, Architektenkammer, dem Sozialpolitischen Arbeitskreis SPAK und der Caritas. Wie BM Georg Willi (Grüne) per Aussendung betonte, gelte es grundsätzliche Fragen zu diskutieren – zum Beispiel, wer Anspruch auf Stadtwohnungen haben soll. Hier bekräftigte Willi – im Hinblick auf die heiß diskutierte Frage einer Öffnung der Wohnungen für die Mittelschicht – die Position der Grünen: Jene, die sie am dringendsten benötigen, „sollten sie auch am schnellsten bekommen. Ich möchte nicht, dass eine Familie mit einem gemeinsamen Einkommen von 3000 Euro netto einer Familie mit 2000 Euro netto vorgezogen wird.“
Zugleich erklärte Willi gestern, dass er den Fraktionen, die eine Öffnung für die Mittelschicht forcieren, genau dazu schon im Sommer eine Gesprächsrunde anbiete. Generell wird die Arbeitsgruppe ab Oktober in Workshops zu Themenblöcken wie der Zielgruppenfrage, Wohnungsnotfällen, leistbarem Eigentum, Mietkosten oder sozialer Durchmischung tagen. (md)