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Fünfzylinder-Turbo an Bord: High Five in Cupras Formentor VZ5

Der legendäre Fünfzylinder-Turbo wandert in den limitierten Cupra Formentor VZ5 und setzt ihm damit die Sportler-Krone auf.

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Understatement ist für den Cupra Formentor VZ5 ein Fremdwort. Selbstbewusst zeigt er schon bei der Optik, was den Fahrer in der Praxis erwartet.
© Letzner

Von Lukas Letzner

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Sellrain – Bislang war der 2,5-Liter-Fünfzylinder-Turbo nur ausgewählten Audi-Modellen vorbehalten. Wir wissen auch nicht, wie genau man es bei Cupra geschafft hat, dem Konzernbruder das Aggregat zu entlocken, denn immerhin ist VW beim selben Versuch gescheitert. Aber das ist eigentlich auch egal. Wir freuten uns jedenfalls riesig, als der Cupra VZ5 bei uns auf der Liste der Testwagen aufgetaucht ist, denn immerhin sind die Cupra-Modelle schon in der Basisversion recht sportlich.

Beginnen wir also beim Wesentlichen: 390 PS (um 10 PS weniger als bei Audi) und 480 Nm (gleich wie in den RS-Modellen) presst der Turbo-Benziner aus seinen fünf Brennkammern. Dank dieser Performance braucht der VZ5 nur 4,2 Sekunden, um die 100-km/h-Marke zu pulverisieren. Die Höchstgeschwindigkeit wird bei Cupra, wie beim bisherigen Top-Modell auch, bei 250 km/h begrenzt. Während Audi seine Fahrzeuge optional bis 280 km/h freigibt, verwehrt einem Cupra diese Option. Ein großes Manko sehen wir darin aber nicht. Der Antrieb ist aber nur ein Aspekt, der unseren VZ5 zum Sportler der Extraklasse werden lässt. Auch beim Fahrwerk haben die Spanier – im Vergleich zum bisherigen Top-Modell – noch einmal nachgelegt. Der Formentor VZ5 schwebt zehn Millimeter tiefer über dem Asphalt und die adaptiven Dämpfer lassen sich noch feiner justieren. Außerdem stehen uns sechs unterschiedliche Fahrmodi, welche per Lenkradtaste ausgewählt werden können, zur Verfügung.

Ein weiteres Schmankerl, welches unser limitierter Formentor an Bord hat, ist das so genannte Torque-Splitting-System, welches man ebenfalls von Audi übernehmen durfte. Das System verteilt die Antriebskraft nicht nur variabel zwischen den Achsen (wie bei einer Haldex-Kupplung), sondern auch, je nach Einstellung und Bedarf, zwischen dem rechten und dem linken Hinterrad (von null bis 100 Prozent). Wozu das Ganze? Die Fahrstabilität wird so merklich erhöht, denn vor allem in schnell gefahrenen Kurven kann die Kraft intelligent verteilt – und so die Neigung zum Untersteuern – deutlich reduziert werden. Im Driftmodus (den wir allerdings nicht aktiviert haben) lässt er sich außerdem betont querdynamisch ums Eck bewegen.

In der Praxis macht der Formentor VZ5 einfach nur Spaß. Durch die tiefe Sitzposition der ausgezeichneten Sportsitze ist man richtig ins Auto integriert, hat zu jedem Zeitpunkt mehr als ausreichend Kraft zur Verfügung und fliegt mühelos durch Kurven aller Radien. Der Antrieb wühlt sich förmlich durchs Drehzahldickicht, während die Sieben-Gang-Doppelkupplung blitzschnell den entsprechenden Gang serviert. Wichtig zu erwähnen ist, dass der Formentor seinen Fahrer eigentlich nie überfordert. Sämtliche Helfer sorgen dafür – sofern man sie nicht deaktiviert –, dass man das Fahrzeug sportlich bewegen kann, ohne im Grenzbereich überrascht zu werden. Wer jetzt noch nicht begeistert ist, der kann sich auf die klangliche Untermalung des Schauspiels freuen, denn spätestens jetzt zaubert einem der Formentor VZ5 ein Lächeln ins Gesicht. Wer dieses Power-House gerne in seiner Garage stehen hätte, muss noch wissen, dass der VZ5 ab 80.050 Euro zu haben ist. In Anbetracht des überzeugenden Gesamtpakets finden wir den Preis durchaus in Ordnung.

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Die Technik

Motor: Fünfzylinder-Turbobenziner

Hubraum: 2480 ccm

Drehmoment: 480 Nm bei 2250 U/min

Leistung: 287 kW/390 PS

L/B/H: 4450/1839/1511 mm

Gewicht: 1683/2120 kg

Kofferraumvolumen: 420–1475 l

Tankinhalt: 55 l

Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h

0–100 km/h: 4,2 Sekunden

Verbrauch: 11,4 l/100 Kilometer

Kraftübertragung: Allradantrieb

Preis: 80.050 Euro

CO2-Emission: 241 g/km


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