Axess-Ausbau in Tirol, Hightech für Tickets
Über Systeme von Axess, die allesamt in Innsbruck hergestellt werden, laufen im Jahr insgesamt 3,2 Mrd. Transaktionen.
Innsbruck – Seit ihrer Gründung vor 24 Jahren ist die weltweit im Bereich moderne Zutritts- und Kartensysteme tätige Axess AG auf Wachstumskurs. Das Unternehmen gehört zu 65 Prozent der MTH (Management Trust Holding) rund um den Industriellen und Ex-ÖVP-Chef Josef Taus sowie dem Management.
Axess mit Hauptsitz in Salzburg sei eine rotweißrote Erfolgsstory, die zu 100 Prozent in österreichischem Besitz sei und zu 100 Prozent in Tirol fertige, sagt Vorstandsmitglied Claudia Wuppinger. Waren es 2012 noch 156 Mitarbeiter, so seien es jetzt bereits 400. Von Skigebieten (etwa Arlberg, Patscherkofel- und Nordkettenbahn oder Freizeitticket), Fußballstadien (etwa Dortmund, Köln, Salzburg oder bei Rapid), Messezentrum, Freizeit- oder Themenparks bis hin zu touristischen Sehenswürdigkeiten oder Transportangeboten: Alle brauchen laut Wuppinger Systeme für den Ticketkauf wie auch um den Zutritt effizient und digital abzuwickeln.
In Innsbruck habe man die Produktion in den letzten Jahren konstant ausgebaut, jetzt habe man nach dem Kauf das Gebäude einer ehemaligen Druckerei übernommen. Somit hat das Werk in der Valiergasse jetzt 1800 Quadratmeter mehr an Fläche, betont Werksleiter Michael Steinberger. Im neuen Gebäude in Innsbruck werde ab sofort die Hardware gefertigt. Ebenso biete es Lagerräume und genügend Platz für Logistik. Die Modul- und Ticketproduktion verbleibe weiter im alten Teil des Werks.
Insgesamt werden pro Jahr in Tirol 2245 Zutritte, 540 Self-Service-Ticket-Ausgabeautomaten sowie 24 Millionen Tickets verzeichnet. Mit insgesamt 6700 Quadratmeter Gesamtfläche wird das Axess-Werk ab Juli sämtliche Produkte der Axess fertigen. Die Zahl der Mitarbeiter in Innsbruck stieg auf 105. Laut Wuppinger geht der Trend auch im Tourismus verstärkt in Richtung Kombi-Tickets. „Die Gäste wollen am Handy vernetzt buchen.“ In Stadien seien die Tickets meist mit NFC (kontaktlose Datenübertragung via Code), bei Skitickets via Bluetooth erhältlich. Stark im Kommen sei bei Tickets Gesichtserkennung (Daten werden nach einem Tag gelöscht). Axess sei eine der wenigen Firmen, von denen auch China Chips kaufe. (va)
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