Bezirk Imst

Hunderte unterschrieben Petition in Silz: Gegenwind zum Themenweg hält an

Mehr als 860 Personen unterzeichneten bereits eine Online-Petition zum Erhalt des Silzer Wasserfalls.

Silz – Mittlerweile hält die Online-Petition „Für die Erhaltung unseres Naturjuwels Wasserfall und Mühlsteig“ in Silz bei über 860 Unterschriften. Vor der letzten Gemeinderatssitzung wurde BM Helmut Dablander die Liste übergeben. „Wir haben außerdem noch 70 bis 75 handschriftlich gesammelte Unterschriften. Außerdem haben rund 400 Silzer die Online-Petition unterschrieben“, erläuterte Nicole Dablander, eine der Aktivistinnen, auf Nachfrage in der Gemeinderatssitzung unter „Bericht des Bürgermeisters“.

Die Petition richtet sich gegen diverse Planungen bei Stationen entlang des Themenweges „Vom Korn zum Brot“, der heuer von Gemeinde, Regio Imst und dem Krippenbauverein umgesetzt werden soll. „Wir haben nicht generell etwas gegen den Weg“, betont Dablander. „Aber die Begriffe Begegnungsräume und Naherholung vertragen sich hier nicht“, verweist sie auf die bestehende Natur.

Der geplante Sandspielplatz kommt nicht. Wir müssen ihn bezahlen, erhalten aber keine Förderung.
Helmut Dablander (Bürgermeister Silz)
Helmut Dablander

Die Ausstattung und das Material sei bereits fertig produziert, erklärte der Dorfchef Dablander. Nach einem Treffen habe man beschlossen, auf den Sandspielplatz zu verzichten. Man müsse aber die erbrachten Leistungen bezahlen und die Förderung dieser Maßnahme falle auch weg. Außerdem werde das geplante öffentliche WC weiter zurückgerückt und ein Container angeschlossen (damit man Bänke etc. für Kindergarten oder Schule vor Ort habe). Insgesamt, so erklärte der Bürgermeister, seien aber alle geplanten Stationen „kleiner geworden“.

Nicole Dablander und Mitstreiterin Birgit Rankl geben sich damit nicht zufrieden. „Das Projekt steht fest und die Geräte sind in Bau, ließ uns der Bürgermeister im Gemeinderat wissen“, so die Aktivistin. „Bis September sollte alles allein wegen der Förderung stehen.“ Dass der Sandspielplatz jetzt doch nicht komme, sei nur deshalb, weil der Aufwand, einen Felsen dafür abzutragen, zu groß sei. Sie befürchtet, dass mit dem öffentlichen WC sehr wohl auch anderen Veranstaltungen die Tür im Bereich des Wasserfalls geöffnet werde.

Die Petitionsbetreiberinnen überlegen nun jedenfalls, ob sie nicht mit Hilfe von Unterschriften eine Volksbefragung initiieren werden.

Unterdessen verlief die Silzer Sommer-Gemeinderatssitzung recht ruhig. Beschlossen wurde etwa die elektrotechnische Absicherung der Trinkwasserversorgung in der Gemeinde, aber auch mehrheitlich eine künftige Aufwandsentschädigung für die Gemeinderäte, deren Höhe erst festgesetzt wird. Gefördert wird ein Nachfolgeprojekt von „das Inntal summt“, das künftig als „Blütenreich“ auch private Gärten unterstützt. Der Sportverein Silz darf sich über eine Unterstützung von 76.000 Euro für die notwendigen Maßnahmen im Vereinsheim freuen. Und von der Tiwag gibt es in Zukunft 37.000 Euro mehr im Rahmen der „Immissionsabgeltung“. (pascal)

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