Bezirk Schwaz

Stilles Jubiläum stellt Schwazer Berufsschüler in den Mittelpunkt

Dem Engagement der Berufsschüler in Schwaz sind keine Grenzen gesetzt: wie hier bei einer spontanen Hut-Modenschau in der Innenstadt.
© TFBS Schwaz

Von Eva-Maria Fankhauser

Schwaz – Vor 150 Jahren öffnete die Schwazer Berufsschule erstmals ihre Pforten. Sieben Schüler – ein Schlosser, Zimmerer, Schuhmacher, Hafner, Kupferschmied und zwei Steingut-Fabrikarbeiter – saßen damals im Klassenzimmer. Nur wenige Jahre später waren es schon 42 Jugendliche. Die erste Mädchenklasse gab es 1921 mit 36 Schülerinnen. Heute – 150 Jahre später – sind es gut 450 Schüler, die in der Fachberufsschule Schwaz-Rotholz in den Bereichen Büro, Einzelhandel und Milchtechnologie ausgebildet werden.

Schüler und Lehrer der Berufsschule haben harte Jahre, spannende Veränderungen, kriegsbedingte Unterrichtsausfälle, aber auch zahlreiche Erfolge und schöne Momente erlebt. Seit etwa 30 Jahren ist Gudrun Schwaiger dort tätig und seit März als Direktorin im Einsatz. Vom Corona-bedingten Home-Schooling, der Umstrukturierung der kaufmännischen Berufsschulen bis hin zur Integration der Milchtechnologie galt es viele Herausforderungen in den letzten Jahren zu meistern.

Als Team – Schüler wie Lehrer – habe man das gut hinbekommen. „Wir zeigen den Schülern, dass sie gemocht werden, man ihnen zuhört und am wichtigsten: Wir geben ihnen Perspektiven“, sagt Schwaiger. Und manchmal lernen laut ihr auch Lehrer von den Schülern etwas Neues. „Die größte Herausforderung ist es, den Jugendlichen von heute zu zeigen, dass man sie versteht, schätzt, fördert. Sie nicht aufgibt und man keinen hinten lässt“, sagt die Direktorin. Viel zu oft würden junge Erwachsene mit schulischen Problemen nicht mehr an sich glauben. „Wir geben ihnen das Gefühl, dass sie bei uns nochmal durchstarten können, dass sie erfolgreich sein können“, sagt sie.

Das 150-Jahr-Jubiläum wird übrigens nicht mit einem offiziellen Festakt gefeiert. Die Schüler sollen im Mittelpunkt stehen und das will man weiterhin so beibehalten.

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Angela Dähling

Angela Dähling

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