Tourismus

Festival „Lago di Garda in Love“: Zwei Regionen, eine Liebe

Freuen sich auf das Festival (v. l.): Stadtrat Rudi Federspiel (FPÖ), der BM von San Zeno, Maurizio Castellani, Tanja Knob (Innsbruck Tourismus), Vize-BM Johannes Anzengruber (VP) und der BM Castelnuovo, Giovanni Dal Cero.
© Haas

Am Freitag präsentierten Vertreter aus Innsbruck und vom Gardasee die diesjährige Auflage des Festivals „Lago di Garda in Love“. Betont wurde jahrelange touristische Zusammenarbeit der Regionen.

Von Raul Schramek

Innsbruck – Der Gardasee gilt als Meer der Tiroler. Umgekehrt zieht es aber auch viele Italiener immer wieder nach Innsbruck. Aus diesem Grund gibt es seit Jahren eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Tourismus. Am Freitag zelebrierten Politiker beider Regionen in der Tiroler Landeshauptstadt die wechselseitige Wertschätzung und präsentierten die heurige Auflage von „Lago di Garda in Love“.

Unter dem Motto „Ein Sommer der Liebe“ wird verliebten Paaren zwischen 6. und 15. August rund um den See Verschiedenes geboten, vom Konzert über die Essensverkostung bis zum Open-Air-Kino. „Ursprünglich fand die Veranstaltung immer rund um den Valentinstag statt, um auch im Winter Touristen an den Gardasee zu bringen“, erzählt Loris Danieli, Geschäftsführer von „Lago di Garda in Love“. Seit vergangenem Jahr gibt es das Festival nun auch im Sommer.

Und das obwohl die Region seit Wochen unter anhaltender Hitze leidet. Zuletzt wurde etwa im benachbarten Verona das Trinkwasser rationiert. Fragt sich, wie es in Zukunft mit dem Sommertourismus weitergehen soll, wenn es bedingt durch den Klimawandel immer höhere Temperaturen gibt. „Natürlich wird es immer heißer, aber der Gardasee hat zurzeit keine Probleme mit dem Wasserspiegel“, sagt Danieli. Als Urlaubsziel ist er jedenfalls nach wie vor beliebt.

Tanja Knob, Marketingleiterin von Innsbruck Tourismus erklärt das mit dem Flair am See: „Die Tiroler schätzen das Dolce Vita, das am Gardasee gelebt wird.“ Die Zusammenarbeit mit Italien sei sehr fruchtbar. Immerhin sind die Italiener in Innsbruck die viertgrößte Touristengruppe. Die Corona-bedingten Einbußen habe der Städtetourismus mittlerweile wieder gut aufgeholt. „Außerdem beobachten wir, dass sich die Aufenthaltsdauer der Touristen verlängert“, freut sich Knob.

Einer der Väter der touristischen Zusammenarbeit war in den 1990er-Jahren Stadtrat Rudi Federspiel (FPÖ). Ihm sei immer wichtig gewesen, Innsbruck in Italien gut zu präsentieren. Zukünftig will er in Innsbruck aber keinen Massentourismus sondern hohe Qualität. Die enge Verbundenheit mit der Region Gardasee betonte auch Vize-Bürgermeister Johannes Anzengruber (ÖVP). Er schätzt insbesondere die italienische Lebensfreude.

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