Klima

CO2-neutraler Luftverkehr: Neue Klima-Bündnisse bei Airbus und Boeing

Airbus will der Atmosphäre CO2 entziehen. Ziel ist ein CO2-neutraler Luftverkehr 2050.
© APA/Tallis

Airbus und Boeing wollen der Atmosphäre CO2 entziehen und auf klimaneutrale Treibstoffe setzen.

Farnborough – Der Flugzeughersteller Boeing verbündete sich mit dem Unternehmen Alder Fuels, das ein Vorprodukt für nachhaltige Flugkraftstoffe (SAF) aus Überresten von Wald und anderer Biomasse herstellt. Dies teilte Boeing am Montag auf der Luftfahrtmesse im britischen Farnborough mit. Der weltgrößte Flugzeughersteller Airbus wiederum will mit mehreren Airlines wie der AUA-Mutter Lufthansa und Easyjet die Entwicklung einer Technik unterstützen, mit deren Hilfe CO2 direkt aus der Luft gezogen und unter der Erde gespeichert wird. Zwar könne die Luftfahrtindustrie die CO2-Emissionen nicht direkt an den Flugzeugen abscheiden, räumte Airbus ein. Eine Abscheidung und Speicherung von Kohlenstoff aus der Luft würde es der Branche aber ermöglichen, die entsprechende Menge an Emissionen aus ihrem Betrieb an anderer Stelle auszugleichen. Diese Technik solle den Einsatz nachhaltiger Flugkraftstoffe ergänzen. Außerdem arbeitet Airbus an einem Passagierflugzeug mit Wasserstoffantrieb, das 2035 ausgeliefert werden soll.

Als Ziel gilt ein CO2-neutraler Luftverkehr bis zum Jahr 2050. Da Flugzeuge mit herkömmlicher Triebwerkstechnik weiterhin CO2 ausstoßen, will die Branche den nötigen Ausgleich anderweitig schaffen. So wurde das in SAF gebundene CO2 vor der Herstellung der Luft entzogen – etwa weil die Treibstoffe aus Biomasse oder Speiseölresten hergestellt werden. Eine weitere Methode ist das so genannte Power-to-Liquid-Verfahren. Die Flugzeughersteller wollen ihre Maschinen dafür tauglich machen, dass sie in einigen Jahren vollständig mit SAF betrieben werden können. Bisher gibt es diese Kraftstoffe jedoch in viel zu geringen Mengen. (TT)

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