Osttirol

Beste Stimmung beim TT-Frühstück in Lienz

Vor der Kulisse der Liebburg unterhielten sich die Besucher des TT-Cafés bei Kaffee und Gebäck.
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In entspannter Atmosphäre fand das TT-Café gestern am Hauptplatz statt. Wirtschaft, Politik, Sport und Kunst waren Thema auf der TT-Bühne.

Von Catharina Oblasser

Lienz – Perfekter hätte der Tag nicht sein können: Nach einem reinigenden Gewitter gegen acht Uhr konnte das TT-Café am Lienzer Hauptplatz bei angenehmen Temperaturen pünktlich um neun Uhr starten. Luis Vahrner, Chefredakteur der Tiroler Tageszeitung, und Moderatorin Lisa Kuprian begrüßten alle, die gemeinsam mit der TT und zur Musik der Band Primetime frühstücken wollten. Insgesamt wurden 2700 Portionen Testa Rossa caffè vom Handelshaus Wedl ausgeschenkt, an die 1000 Flaschen Silberquelle-Mineralwasser und 1200 Stück Gebäck aus der Hofer Backbox wurden ausgegeben.

Chefredakteur Luis Vahrner mit den Bürgermeisterinnen Elisabeth Blanik (l.) und Berta Staller.
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Spaß für die Kleinen (und die Großen) gab es in der Kinderecke.
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Die ersten am Podium waren Unternehmerin und Wirtschaftskammer-Obfrau Michaela Hysek-Unterweger sowie Hansjörg Mattersberger, Direktor der Dolomitenbank. Hysek-Unterweger sieht den Personalmangel als wachsendes Problem im Bezirk, aber ebenso die steigenden Energiepreise. Die Gaskrise betreffe Osttirol nicht direkt, sagt sie. „Wir hängen nicht am Gasnetz.“ Mit Blick auf das gesamte Bundesland meint Hysek-Unterweger, die seit Kurzem im Tiwag-Aufsichtsrat ist, jedoch: „Man kann Tirol nicht als isolierten Markt betrachten.“ Mattersberger sprach über die gerade erfolgte Fusion der Dolomitenbank mit der Raiffeisenbank Oberdrautal-Weissensee. „Eine starke Regionalbank ist wichtig.“ Man habe auch deshalb 2015 den Volksbanken-Verbund verlassen. „Wir lassen uns viel zu viel wegnehmen durch Zentralisierungen“, so Mattersberger.

Die Lienzer Stadtchefin Elisabeth Blanik (SPÖ) und Berta Staller, Bürgermeisterin von Ainet, betraten als Nächstes die TT-Bühne. Angesprochen auf die Landtagswahlen im September, meint die SPÖ-Landtagsabgeordnete: „Eine Beteiligung der SPÖ an der nächsten Landesregierung ist durchaus möglich. Ich selbst will aber nicht Landesrätin werden. Ich bleibe hier, in der schönsten Stadt Tirols.“ Berta Staller, seit den Gemeinderatswahlen 2022 im Amt, freut sich über den hohen Anteil von Frauen und jungen Menschen im neuen Gemeinderat. „Manche Männer haben mir prophezeit, dass das nichts wird, mit so vielen Frauen auf der Liste. Ich bin dabei geblieben.“ Und wie konnte sie die Menschen motivieren? „Ich habe gesagt, es geht um unser Dorf. Das hat vielen eingeleuchtet.“

📸 | Die Gäste auf der TT-Bühne:

Unternehmerin Michaela Hysek-Unterweger.
Bankdirektor Hansjörg Mattersberger.
Claudia Moser arbeitet im Kulturbereich.
Armin Zöttl ist Obmann des Kajakclubs Osttirol.
Malerin und Zeichnerin Ilona Rainer-Pranter.
Radprofi Felix Gall vertrat den Sport beim TT-Café.

Um die Tour de France geht es Radprofi Felix Gall. Der 24-jährige Osttiroler wurde vor sieben Jahren Junioren-Weltmeister und heuer Gesamtsechster bei der Tour of the Alps. „Wie man bei der Tour de France abschneidet, macht 60 Prozent des Werbewerts aus“, so der Radler. Eingestiegen ist Gall mit 16 Jahren. „Die Entscheidung, Radprofi zu werden, trifft man nicht über Nacht. Wenn sich zeigt, das Talent ist da, dann macht es auch Spaß.“ Armin Zöttl, Obmann des Kajakclubs Osttirol, hat seinen Spaß im Wildwasser. „Das Schöne bei uns ist, dass wir alle Schwierigkeitsgrade bieten können“, sagt Zöttl. Der Extremsportbewerb Dolomitenmann, der das Kajakfahren als eine Disziplin hat, sei ein wichtiges Aushängeschild für Osttirol und auch wichtig für die Randsportart Wildwasser. „Beim Dolomitenmann wird uns eine Bühne geboten.“

Eine Bühne bietet auch Claudia Moser, und zwar Kindern und Jugendlichen, die beim Sommerprogramm „Spielfeld Kultur“ mitmachen. „Das Programm findet heuer zum neunten Mal statt, von 120 Plätzen sind noch sechs frei.“ Wo die Kulturschaffende in Osttirol noch Potenzial sieht? „Potenzial gibt es immer. Ich träume von einem Literatur- oder einem Musikfestival.“ Zeichnerin und Malerin Ilona Rainer-Pranter stammt aus Sillian, lebt in Wien und ist im Sommer in Osttirol. „Ich bin eine Pendlerin zwischen den Welten“, sagt sie. „Als Kontrast zu Wien ist mir der Sommer in Osttirol sehr wichtig.“

Das TT-Café ging mit der Gewinnspiel-Ziehung zu Ende, die beiden Glücksengerln Laura und Johanna halfen dabei. Lisa Ekardt gewann das Kaffee-Genussset von Testa Rossa, Emmanuel Steidl den Dez-Einkaufsgutschein über 300 Euro.

Die Glücksengerln Laura (r.) und Johanna halfen Lisa Kuprian.
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Lisa Ekardt (2. v. l.) gewann die Kaffeemaschine, Emmanuel Steidl (r.) den Einkaufsgutschein. Es gratulieren Manuela Kofler von der TT und Günter Neyer von Testa Rossa.Fotos: Blassnig
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