Bundesliga

WSG Tirol verlor Auftaktspiel gegen Aufsteiger Lustenau mit 1:2

Im Abschluss nicht effizient genug: Die WSG fährt ohne Punkte aus dem Ländle heim.
© APA/DIETMAR STIPLOVSEK

Nach einer Vielzahl an vergebenen Chancen musste sich die WSG Tirol bei Aufsteiger Austria Lustenau zum Saisonstart mit 1:2 (0:1) geschlagen geben. Zudem verletzte sich Stefan Skrbo schwer und fällt lange aus.

Von Alex Gruber

Lustenau – „Wer schießt in der neuen Saison die Tore?“, lautete die Frage, die beide Teams nicht nur wegen der Abgänge ihrer Top-Torjäger Haris Tabakovic (Lustenau) bzw. Giacomo Vrioni (WSG Tirol) aufs Feld begleitete. Und nach schöner Teixera-Vorlage gab Anthony Schmid für die Elf aus dem Ländle mit dem 1:0 (12.) die erste positive Antwort.

Die Chancenauswertung der WSG Tirol im ersten Durchgang war unterirdisch: Tim Prica (8., 31./Schierl hielt), Sandi Ogrinec (18.) und Lautaro Rinaldi (28.) fehlte in aussichtsreicher Position die Präzision. Und bei einem der vielen gefährlichen Eckbälle (das Eckenverhältnis hieß nach 90 Minuten 11:3 für die WSG) wurde auch noch ein Behounek-Kopfball von der Linie gekratzt (36.). Die Vorarlberger fanden in der Nachspielzeit durch Teixeira noch eine Schusschance vor, WSG-Kapitän Ferdl Oswald war auf dem Posten. „Das Resultat schmeichelt den Lustenauern“, lautete der treffende Kommentar von Sky-Experte Alfred Tatar zum Pausentee.

In den Anfangsminuten der zweiten Halbzeit strich zunächst ein Prica-Schuss/Stanglpass der Torlinie entlang ins Aus (47.), ehe Schmid am Weg zum 2:0 an Oswald scheiterte (48.). Prica ließ als Gesicht für den unglücklichen Spielverlauf auch die nächste Chance zum Ausgleich (56.) aus. Drei Minuten rollte die Kugel nach einem ungewollten Abfälschmanöver von Valentino Müller sowie dem zögerlichen Handeln von Dominik Stumberger und Oswald erneut für die Hausherren – Rechtsverteidiger Anderson schoss das Leder vor den eigenen Fans zum 2:0 (59.) in den leeren Kasten.

Stefan Skrbo (WSG) verletzte sich im Finish schwer.
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Die weiteren Bemühungen der Gäste verebbten zunächst, Lustenau war einem dritten Tor im Konter näher. Nach feinem Chipball von Joker Stefan Skrbo verfehlte seitens der WSG auch noch Bror Blume den Kasten (79.). Die Moral war ungebrochen: Nach Foul an Denis Tomic traf Prica vom Elfmeterpunkt zum 1:2 (86.), nach einem halben Jahr Anlaufzeit endlich sein erster Treffer im WSG-Dress. Der 20-jährige Schwede hatte im Verbund mit Skrbo den 2:2-Ausgleich am Fuß.

Das kollektive WSG-Unglück zum Auftakt wurde in der Nachspielzeit mit einer schweren Beinverletzung von Skrbo verstärkt.

Cheftrainer Thomas Silberberger, der Nik Prelec als siebenten Legionär „geopfert“ hat, war brennheiß: „Wir haben genau gewusst, wo die Lustenauer Stärken liegen, aber wenn du deine Sachen nicht erledigst, dann verlierst du halt so ein Auftaktspiel.“

Siege für Rapid und Hartberg

Rapid Wien hat eine weitere Nullnummer und damit den Fehlstart in die neue Saison der Fußball-Bundesliga abgewendet. In einem ausgeglichenen Spiel setzen sich die Grün-Weißen am Sonntag gegen SV Ried durch einen Treffer des eingewechselten Bernhard Zimmermann in der 77. Minute mit 1:0 (0:0) durch. Einen Heimsieg feierte auch der TSV Hartberg, der gegen den SCR Altach 2:1 (1:0) gewann.

Matchwinner für Hartberg war Offensivmann Donis Avdijaj, der beide Tore (45.+1, 77.) besorgte, Atdhe Nuhiu (84.) glückte noch der späte Anschlusstreffer. Für Lustenau waren Anthony Schmid (12.) und Verteidiger Anderson (59.) erfolgreich. Tim Prica (87.) traf per Elfmeter mit seinem ersten Bundesliga-Tor zum Endstand.

Die Tabellenführung nach der ersten Runde behielt Meister Salzburg, der sich schon am Freitag im Schlager gegen die Austria 3:0 (1:0) durchgesetzt hatte. Am Samstag trennten sich der WAC und Sturm Graz 1:1 (1:1), der LASK besiegte Austria Klagenfurt mit 3:1 (2:0). Der LASK ist damit vor Lustenau und Hartberg erster Salzburg-Verfolger.(APA)

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