Chronik Ausland

Klimatisierte Geschäfte in Frankreich sollen Türen zuhaben

Regierung will landesweite Regelung einführen
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Im Kampf gegen Energieverschwendung plant die französische Regierung strengere Vorgaben für den Einzelhandel. Sie werde in den kommenden Tagen zwei Verordnungen erlassen, sagte die Ministerin für die Energiewende, Agnès Pannier-Runacher, am Sonntag dem "Journal du Dimanche". Demnach sollen klimatisierte Geschäfte dazu verpflichtet werden, ihre Türen geschlossen zu halten, und nächtliche Leuchtreklamen verboten werden.

Bei geöffneten Türen entstehe in klimatisierten Geschäften "20 Prozent mehr Verbrauch, und das ist absurd", sagte die Ministerin dem Radiosender RMC. Unter Androhung von Geldstrafen sollen die Türen nun künftig geschlossen bleiben müssen.

Pannier-Runacher will außerdem Leuchtreklame in allen französischen Städten in der Zeit von 01.00 bis 06.00 Uhr verbieten. Ausnahmen sollen für Flughäfen und Bahnhöfe gelten.

Einige Städte in Frankreich, das wie andere Länder in Europa zuletzt von einer Hitzewelle erfasst wurde, haben bereits kommunale Verordnungen erlassen, die Geschäfte dazu verpflichten, bei eingeschalteter Klimaanlage die Türen zu schließen. Die Regierung will nun eine landesweite Regelung einführen, die Geldstrafen von bis zu 750 Euro vorsieht. Zunächst ist aber eine Informationskampagne geplant.

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